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Triggerpunkt-Therapie

Die Behandlung akuter und chronischer Schmerzen im Bewegungsapparat mit manueller Triggerpunkt-Therapie und Dry Needling

Eine Hoffnung für Patienten mit chronischen Schmerzen.

Dieses Buch eröffnet eine neue Perspektive für die Behandlung von Schmerzen des Bewegungsapparates. Es geht davon aus, dass viele Schmerzen in der Muskulatur entstehen. Erstmals wird hier detailliert beschrieben, wie solche Schmerzen durch gezielte Handgriffe und Dry Needling gezielt beeinflusst werden können.

Das myofasziale Syndrom, dessen Pathophysiologie hier dargestellt wird, ist die häufigste Ursache der alltäglichen Bewegungsapparatschmerzen und der oft schwerwiegenden chronischen Schmerzkrankheiten. Die Schmerzausbreitungsgebiete aus myofaszialen Triggerpunkten, 1983 von Travel und Simons erstmals beschrieben, sind aus etwa 2000 Einzelbeobachtungen neu gezeichnet worden. Die Autoren beschreiben die Diagnostik und die Therapiemethoden, die sich in den letzten 20 Jahren bei der Behandlung akuter und chronischer Schmerzkrankheiten bewährt haben. An über 100 Muskeln werden Handgriffe und Dry Needling detailliert beschrieben und mit Fotos und anatomischen Zeichnungen illustriert. In einem klinischen Teil wird dargestellt, welchen Platz das Konzept des myofaszialen Schmerzes in einer künftigen Medizin des Bewegungsapparates einnehmen kann.

Triggerpunkte

Geschulte Physiotherapeuten und Ärzte können sie tasten, Patienten spüren sie bei Druck ebenfalls: so genannte Triggerpunkte, früher auch Myogelosen genannt. Dabei handelt es sich um überempfindliche Stellen in einem tastbar verspannten Bündel von Muskelfasern.

Besondere Aufmerksamkeit
wird in der Triggerpunkt-Therapie (nach Dejung)
der Tatsache geschenkt,
dass
der Ort der Schmerzursache (Triggerpunkte: X )
und
der Ort der Schmerzempfindung (rot)
häufig
an verschiedenen Körperstellen lokalisert sind
(referred pain-Phänomen).

Triggerpunkte können, wenn sie aktiv sind, Schmerzen bei Bewegungen und sogar in Ruhestellung verursachen. Eine typische Eigenschaft von Triggerpunkten ist, dass sie Schmerzen ausstrahlen. So können zum Beispiel Triggerpunkte in der seitlichen Gesässmuskulatur Schmerzen im ganzen Bein verursachen.

Aktive Triggerpunkte kommen sehr häufig vor. Eine Studie unter amerikanischen Rekruten der Luftwaffe ergab, dass über fünfzig Prozent der Untersuchten darunter litt. Ursprung des Problems sind meistens ständig angespannte Muskeln, etwa an Computer-Arbeitsplätzen, oder wenn stets gleichförmige Bewegungen ausgeführt werden.

Ebenso häufig entstehen sie sekundär, das heisst reflektorisch aufgrund von anderen Störungen am Bewegungsapparat, zum Beispiel bei Arthrose oder Diskushernie. Auch bei Sportlern findet man häufig aktive Triggerpunkte. Dort können sie entweder durch eine plötzliche Überlastung des Muskels oder durch eine ungenügende Regenerationsphase entstehen.

Viele Experten und Forscher auf der ganzen Welt sind inzwischen davon überzeugt, dass akute Triggerpunkte, die nicht behandelt werden, ein häufiger Grund für chronische Schmerzen am Bewegungssystem, zum Beispiel Rückenschmerzen sind.

Verschiedene medizinische Theorien über akute Triggerpunkte

Medizinisch erklärt man sich die Triggerpunkte aufgrund einer übermässigen Zusammenziehung einzelner Muskelfasern. Dieser Vorgang entsteht wahrscheinlich durch eine überschiessende Freisetzung des Nervenbotenstoffes Acetylcholin an der motorischen Endplatte.

Es gibt auch andere Theorien für diese Zusammenziehungen. Etwa, dass das vegetative Nervensystem eine erhöhte Aktivität auf den Muskel ausübt. Dies wurde mit Hilfe verschiedener Studien belegt. Menschen, die längere Zeit mit erhöhtem Stress leben, haben häufiger Triggerpunkte.

Worin auch immer der Grund für die kleinen verspannten Muskelfasern liegt, Fakt ist, dass die Spannung die feinen Blutgefässe zusammenquetscht, was zu einer Minderdurchblutung und zu einer Mangelversorgung des Muskels führt. Dadurch werden Substanzen im Muskel produziert, welche die Schmerzfühler im Muskel aktivieren – der Muskel, genauer gesagt der Triggerpunkt, beginnt weh zu tun und auszustrahlen.

Wenn Triggerpunkte über längere Zeit nicht verschwinden, dann geraten benachbarte Muskelfasern oder sogar Muskeln in Mitleidenschaft und die Schmerzen weiten sich aus. Die gute Nachricht ist, dass Triggerpunkte gut therapierbar sind, häufig auch noch nach Jahren. Trotzdem gilt: Je früher sie behandelt werden, desto einfacher haben es Patienten und Physiotherapeuten, und desto schneller geht die Heilung voran. 


Voraussetzung für eine Bewegung ist eine Kraft. Ob eine Bewegung mit viel Kraft oder mit wenig Kraft durchgeführt wird, hat auf den Ablauf einer Bewegung keinen weiteren Einfluss. Wenn einem Fahrradreifen ein Stoss gegeben wird, dann wird das Rad drehen. Wenn einem Stein ein Stoss gegeben wird, dann wird dieser wegfliegen. In welche Bewegung ein Kraftimpuls umgesetzt wird, hängt von den geometrischen Eigenschaften des bewegten Körpers ab. Ein Rad dreht, ein Stein fliegt.

Im menschlichen Körper ist dies auch nicht anders. Ob mit viel Kraft oder mit wenig Kraft ein Arm gehoben wird, ist für den Bewegungsablauf des Armes unerheblich. Die Bahn, auf welcher der Arm bewegt, hängt von den inneren geometrischen Strukturen des Armes ab. Sind in diesen Strukturen Veränderungen eingetreten, dann wird sich deren Bewegungsbahn ändern und unabhängig von der Kraft zu Störungen führen. Genau diese Störungen werden dann als das wahrgenommen, was als Schmerz bezeichnet wird. Ein Krafttraining hat im Sinne der Schmerztherapie somit keinen Effekt, sofern dadurch nicht die geometrisch relevanten Strukturen korrigiert werden. Spezifische Schmerztherapie besteht in einer Wiederherstellung der Geometrie des Körpers und nicht der Kraft.

Die Kraft ist für die Schmerzentstehung unerheblich. Ob ein Arm mit viel Kraft oder mit wenig Kraft bewegt wird, ist für dessen Bewegungsbahn ohne Einfluss. Ob ein Fahrradreifen mit viel Kraft oder wenig Kraft gedreht wird, die Bewegung bleibt trotzdem ein Kreis.

Eine Therapie, die auf die Bereitstellung von Kraft aufbaut, hat deswegen auf das Schmerzgeschehen keinen Einfluss (Kräftigungstherapie, medizinische Trainingstherapie).

Der Schmerz selbst ist Resultat des gestörten Bewegungswegs, nicht der unzureichenden Kraft. Die Schmerztherapie besteht in der Korrektur dieses Wegs, nicht in der Vermehrung der Kraft. Bei einer beschedigte Strasse das kräftstiegste Fahrzeug kommt nicht schnell voran.

Ursache von Schmerzen

Alles, was im Stande ist, die geometrisch relevanten Strukturen eines Muskels zu verändern, kommt als Schmerzursache in Frage. Dies kann eine Verletzung sein, eine rheumatische Erkrankung, einseitiges Training eines Muskels durch einseitige Arbeit und vieles mehr. Am weitaus häufigsten sind jedoch Dehnüberlastungen bei unterentwickelter Bewegungsamplitude. Kinesiologisch erklärt, jede Bewegung hat ihren Anfang, ihren Weg und ihren Ende. Eine nicht bis zum Ende ausgeführte Bewegung hinterlesst in der Muskulatur die Verspanunngen die zum Schmerzen führen kann.


Es gibt zweierlei Schmerzen.

Schmerzen, die von aussen zugefügt werden und Schmerzen die von innen kommen. Diejenigen Schmerzen, die von aussen zugefügt werden, können wir beheben, indem wir nach aussen gerichtete Massnahmen treffen. Wenn wir einen Finger in die Tür geklemmt haben, können wir die Türe öffnen, um den Schmerz zu beenden.

Anders ist dies bei endogenen Schmerzen, den Schmerzen, die von innen heraus entstehen. Dann müssen wir nach innen gerichtete Massnahmen treffen, um diese Schmerzempfindungen zu beenden. Solange diese Massnahmen nicht getroffen sind, werden die Schmerzen bestehen bleiben und die Schmerzepfindungen breiten sich aus.

Bildlich gesagt, statt einer äusseren sichtbaren Türe müssen wir eine innere unsichtbare Türe finden und öffnen.

Diese unsichtbare Türe zu finden, das ist der Trick bei der Schmerztherapie. Der Geheimnis, dem Patienten beibringen  zu können wie er diese unsichtbare Türe selbst öffnen kann, liegt in den kinesiologoschen, neurophysiologischen ind biokinemtischen Kenntnissen der Kinesitherepeutin.   


Kinematik ist der Teil der Mechanik, in dem ausschliesslich die Bewegung der Körper ohne Rücksicht auf die sie verursachenden Kräfte untersucht wird.
Die Biokinematik bezieht sich auf den Bewegungsapparat des Menschens und die Kinesitherapeutin versucht seine Körper- Bewegungsgeometrie, nicht seine Kraft wieder herzustellen.

Biokinematik und Zivilisationskrankheiten 

"Der moderne Mensch erleidet im Laufe seines Lebens - im Gegensatz zum Naturmenschen - eine weitgehende Einschränkung der Bewegungsmuskulatur, ausgelöst durch eine erzwungene Bewegungsarmut bzw. eine Einseitigkeit der Bewegungen. Lebenslanges „Sitzen am Bildschirm“ hat Verkürzungen an zahlreichen Muskelgruppen und entsprechende Zivilisationskrankheiten zur Folge."
Die Entwicklung der Biokinematischen Therapie und des Biokinematischen Trainings erfolgte durch den Freiburger Arzt Walter Packi.

Bericht Website "Institut für Biokinematik" Freiburg Deutschland

Dr. Walter Packi



Beginnen wir mit dem phylogenetisch ältesten Teil des menschlichen Selbstmodells, dem mentalen Körperbild. Es entsteht durch eine synästhetische Verschmelzung von Schwere-, Bewegungs-, Tast-, Wärme- und Gleichgewichtsempfindungen. Von allen anderen Wahrnehmungsvorgängen unterscheidet sich der Propriozeptive Aufbau der Körperrepräsentation zudem in einer erkenntnistheoretisch interessanten Hinsicht.

Der Körper besitzt nur ein einziges Objekt, sich selbst und glauben Sie mir, unser Körper denkt selbstständig und er denkt mit uns. Wir kennen bereit vielfältige Störungen dieses phänomenalen Körpermodells. Solche Störungen kann man zum Beispiel beim Einschlafen erleben oder in der Aufwachphase nach einer Vollnarkose.

Es gibt neurologische Erkrankungen, in deren Folge Patienten Teile ihres Körpers nicht mehr als Teile ihres Körpers erleben - etwa, wenn sie ihr eigenes Gesicht nicht mehr im Spiegel wieder erkennen können, eine Hälfte ihres Körpers nicht mehr waschen und ankleiden oder eine Gesichtshälfte nicht mehr rasieren. Dass sind die Vollgen eines Schlaganfalls. 

Noch schlimmer ist der totale Verlust die Wahrnehmung des Körpers, des sechstes Sinns.


Nach traditioneller Sicht gibt es fünf Sinne: das Sehen, das Hören, den Geruchs-, den Geschmacks- und den Tastsinn. Zu diesen hat der bedeutende Anatom des letzten Jahrhunderts, Charles Bell, noch einen "sechsten Sinn" hinzugefügt, den Sinn für die Lage und Bewegung der Glieder und des gesamten Körpers. Die technischen Bezeichnungen für diesen Sinn sind Kinästhesie (Muskel- oder Bewegungssinn mit Informationen von den Rezeptoren in Gelenken und Muskeln), und Propriozeption (der Sinn für die Haltung, also die räumliche Anordnung bzw. Bewegung des Körpers, mit Informationen der Gleichgewichtsorgane des Ohres (Vestibularapparat) sowie von den Rezeptoren der Gelenke und Muskeln.)

Offensichtlich ist dieser sechste Sinn (Kinästhetik bzw. Propriozeption) in unserer modernen Zivilisation "verloren" gegangen. bzw. wird unterdrückt. Wir sind ständig damit beschäftigt auf von aussen auf uns einströmender Information zu agieren oder zu reagieren, wobei wir die Signale des Körpers unterdrücken bzw. ausklammern noch bevor sie unser Bewusstsein erreichen.

Es gibt Mechanismen zur Unterdrückung oder Ausklammerung von Sinneseindrücken. Zum Beispiel kann ein leichtes Reiben der Haut dumpfe Schmerzen unterdrücken. Auch können starke Gefühle Schmerzen unterdrücken. Stark angespannte Muskeln können bewirken, dass ein Mensch weniger deutlich wahrnimmt, was seine Muskeln und Glieder eigentlich tun.

Das Gehirn muss verständlicherweise die Informationen, die es verarbeiten muss, reduzieren, so dass es für neue aufnahmebereit sein kann. Für eine grosse Vielzahl anerzogener oder erlernter Haltungen und Bewegungen besitzt das Gehirn auf sub-kortikaler und daher unterbewusster Ebene Zentren, wo Bewegungs- bzw. Koordinationsprogramme gespeichert werden. Auf diese Weise können für die charakteristische Haltung eines Menschen beim Sitzen oder Stehen sub-kortikale Programmierungen genutzt werden. Es ist nicht nötig bis ins Detail wahrzunehmen, wie man sitzt oder steht oder sich bewegt, vorausgesetzt man nimmt generell wahr, dass man durch einen Stuhl und seine Lehne, oder von einem Tisch, im Stehen vom Boden usw. gestützt wird. Als ein Ergebnis davon brauchen wir für vertraute Situationen kein Feedback durch die Sinne; man kommt (anscheinend) ganz gut ohne den sechsten Sinn für die Muskelbewegungen und die Position der Gliedmassen zurecht.

In Wirklichkeit jedoch sind unsere Haltung im Sitzen und Stehen und unsere Bewegungen oft unangemessen. Der sechste Sinn wurde zum Beispiel nicht dazu verwendet, uns zu melden, dass dieser Muskel zu stark zusammengezogen ist, dass dieser Beugemuskel sich überhaupt nicht verkürzen sollte, dass jener Streckmuskel nicht genug kontrahiert usw.

Da diese Gebrauchsmuster von Muskeln und Haltungen automatisiert sind, benützen wir sie laufend. Schlechte Muskelfunktion entsteht durch das Unterdrücken oder Abblocken von Sinnesinformationen und das Vertrauen auf unangemessene, automatisierte Gebrauchsmuster.

All dies bildet die Grundlage für Probleme des Muskel- und Skelettsystems - Spannungskopfschmerzen, Nackenschmerzen, Kreuzschmerzen, Muskelverspannungen, Sehnenreizungen, Gelenkprobleme, usw.

(David Garlick: 'The Lost Sixth Sense'; 'Der verlorene sechste Sinn', Übersetzung von E. v. Hoesslin)


Pilates, auch Pilates- Methode genannt, ist ein systematisches Körpertraining zur Kräftigung der Muskulatur. Es gibt Übungen mit und ohne Geräte. Erfunden hat sie der in Mönchengladbach4 geborene Joseph Hubert Pilates. Er nannte seine Methode zunächst Contrology, da es bei Pilates darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu kontrollieren.

Die Methode

Die Pilates-Methode ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen, aber meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training schließt Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung ein. Es ist auch zur Rehabilitation nach Unfällen geeignet. Wichtig ist eine fachliche Einführung in die Methode, um Bewegungs- und Haltungsfehler zu vermeiden. Generell ist die Verletzungsgefahr jedoch sehr gering.

Die wesentlichen Prinzipien der Pilates-Methode sind Kontrolle, Konzentration, bewusste Atmung, Zentrierung, Entspannung, Bewegungsfluss und Koordination. Angestrebt werden die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung von Kondition und Bewegungskoordination, eine Verbesserung der Körperhaltung, die Anregung des Kreislaufs und eine erhöhte Körperwahrnehmung.

Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des so genannten "Powerhouses", womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist, die so genannte Stützmuskulatur. Die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt gekräftigt. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln und die Gelenke geschont werden. Gleichzeitig wird die Atmung geschult.

Anfänger beginnen in der Regel mit dem Training ohne Geräte auf Matten, dessen Grundlagen Pilates zuerst entwickelte. Die rund 500 Übungen wechseln ab zwischen Dehnung und Kräftigung der Muskulatur.

Wichtige Elemente

  • Kontrolle: Ein wesentlicher Grundsatz des Trainings ist die kontrollierte Ausführung aller Übungen und Bewegungen. Dadurch sollen auch die kleineren "Helfermuskeln" gestärkt werden.
  • Konzentration: Mit Hilfe von Konzentration sollen Körper und Geist in Harmonie gebracht werden. Jede Bewegung soll mental kontrolliert werden, die Aufmerksamkeit soll ganz auf den Körper gerichtet sein.
  • Atmung: Bewusste Atmung spielt bei Pilates eine wichtige Rolle. Sie soll Verspannungen entgegenwirken und die Kontrolle über den Körper erhöhen. Deshalb wird die Atmung in das Zwerchfell trainiert.
  • Zentrierung: Mit Zentrierung ist die Stärkung der Körpermitte gemeint, das so genannte Powerhouse, das vom Brustkorb bis zum Becken reicht und alle wichtigen Organe enthält. Die Stärkung der Powerhouse-Muskulatur kräftigt vor allem den Rücken und kann sich bei Rückenschmerzen positiv auswirken.
  • Entspannung: Bewusste Entspannung soll helfen, Verspannungen aufzufinden und zu lösen. Entspannung ist bei Pilates jedoch nicht das Gegenteil von Körperspannung.
  • Fliessende Bewegung: Alle Übungen werden in fließenden Bewegungen ausgeführt, ohne längere Unterbrechungen. Es gibt keine abrupten isolierten Bewegungen.

http://wikipedia.org/wiki/Pilates-22k


Pilates Band und die 4- D Eigenstabilisation

Pilates Band ist ein Baumwollsegeltuch mit eingearbeiteten Taschen. Je nach Übung werden hier Ihre Hände oder Füsse hineingesteckt. Diese einfache Stütze hilft zu mehr Rumpfstabilität und zu einer perfekten Haltung während der Übungen.


Pilates Rolle ist geeignet für die 4- D Eigenwahrnehmung, 4- D Eigenstabilisation und 4- D Eigenmobilisation

Die tiefe Rückenmuskulatur Training. Zu Begin scheinen die Bewegungen auf der Pilates Rolle mit Ihrem Tagesablauf wenig zu tun haben, aber mit Geduld und Ausdauer werden Sie begreifen, dass diese Übungen ihnene helfen der Körper- Bewegunsgeometrie besser kennen zu lernen. Sobald wir die Kontrolle über die tiefe Rückenmusklulatur besitzen, können wir sie bei allen körperlichen Bewegungen einsetzen, vom Gehen bis zum Heben u Tragen.

Pilates Cirkle ist geeignet für die 4- D Eigenstabilisation

Die Initiative für alle Übungen sollte aus Ihrer Körpermitte kommen! Die Übungen die sich um Bauch, Hüften, unteren Rücken und Gesäss, also um das Körperzentrum zentrieren, tragen zu einer guten Haltung bei.

Alle diese Geräte finden Sie in meiner Praxis und ich versuche für Sie, mit hilfe diesen Geräten die 4- D Eigenwahrnehmung, 4- D Eigenstabilisation und 4- D Eigenmobilisationübungen zusammen zu stellen.

In Anlehnung an den heutigen Kenntnissen über den Funktionen des menschlichen Gehirns und über die Ganzheit des menschlichen Daseins bildet das Gleichgewicht von Körper und Seele eine sehr wichtige Rolle für Erhaltung der Gesundheit. Mein Konzept "Manu propria Kinesitherapie" findet seinen Wurzel in der Kinesiologie, Physik, Philosophie und Neurologie und ich hoffe es kann dem Patient den Schlüssel zu einer natürlichen Gesundheit geben.

http://die-tore-der-zeit.blogspot.com


Knackgeräusche beim Kauen oder Gähnen, überempfindliche Zähne, nächtliches Zähneknirschen,  Schnarchen oder Atemstörungen im Schlaf, Spannungs- Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen  oder Ohrgeräusche können Symptome dafür sein, dass „der Biss nicht stimmt“. Treffen Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander, kann es zu Störungen und Schmerzen kommen. Schon geringe Abweichungen können genügen, um das hochsensible und äusserst komplexe optimale Funktionieren des Kausystems und der benachbarten Strukturen zu beeinträchtigen.

Da die Muskeln des Kausystems über Funktionsketten mit der Wirbelsäulenmuskulatur in Verbindung stehen, gehen die Symptome häufig über den Bereich des Kopfes hinaus. Auch Nacken-/Schulterverspannungen, Blockierungen der  Halswirbel-säule oder ein Beckenschiefstand können auftreten.

Vielfach werden bei Betroffenen lediglich die auftretenden Symptome bekämpft - Medikamente gegen Kopfschmerzen, Physiotherapie oder Chiropraktik bei Haltungsschäden, einfache Zahnschienen gegen Zähneknirschen – ohne dass es zu einer nennenswerten Besserung kommt. Dabei ist die Ursache oftmals ein „falscher Biss“, also eine Fehlposition des Unterkiefers,  Zahnspangen, fehlerhafte Zahnkronen/Zahnersatz oder auch Verletzungen der Halswirbelsäule.



www.head-balance.com


Das Gerät "Head-Balance" ist so konzipiert, dass sie Eck- und Schneidezähne eine Auflagefläche haben. Somit ist das Gerät auch für Prothesenträger geeignet.
Die Druckverteilung ist genau zentriert. (Das Material entspricht der DIN Norm für Ernährung.)
Durch seine Federfunktion wird beim Zubeissen ein Gegendruck und somit eine Muskelgymnastik ausgeübt.
Die Anwendungen können überall und ohne Nebenwirkungen erfolgen.
Es ist auch für Kinder oder Ältere Personen geeignet.
Die Handhabung ist einfach:

Durch gezielten und zentrierten Biss erfolgt die Kraftübertragung beim Öffnen und Schliessen des Mundes von einem berechneten Gegendruck in einer Wiederholungsserie von circa einer Minute, je nach Beschwerdebild.

Therapeuten die sich mit Wirbelfehlstellungen und deren Korrektur befassen sollten Head-Balance ihren Patienten empfehlen, da sich durch die regelmässige Anwendung anschliessende Wirbelkorrekturen leichter und gezielter ausführen lassen.
Auch ist es als vorbeugende Massnahme sehr empfehlenswert.
Bei konsequenter, täglicher Anwendung können Kieferfehlstellungen und Kiefergelenkblockaden reguliert und begleitende Beschwerden, z.B.:

  • Tinnitus,
  • Schwindel,
  • Neuralgien,
  • Migräne oder Spannungskopfschmerzen und
  • Rückenschmerzen reduziert bzw. ganz beseitigt werden.

Ein schöner Nebeneffekt ist eine Faltenreduktion oder Faltenvorbeugung durch Straffung und bessere Durchblutung der Gesichtsmuskulatur und überzeugt durch einfache und wirkungsvolle Wahrnehmung der Kiefer-, Nacken-, Hals-, Schulter- und Rückenmuskulatur. Die Eigenwahrnehmung diese Muskulatur wirkt:

  • entspannend
  • belebend
  • fördert die Durchblutung


Bei der sensomotorische Amnesie handelt sich um Funktionsstörungen des Nervensystems, die einen Kontrollverlust aus unserem Innern widerspiegeln, und die wir  selber lösen könnten. Diese Funktionstörung äussert sich als Vergesslichkeit des Gehirns. Ich versuche mit der funktionelle Kinesietherapie  das „Vergessliche“ Gehirn wieder zur sich erinnern zu verleiten. 

Die sensomotorische Amnesie manifestiert sich in unserer Haltung und userer Art sich zu bewegen. Wir haben den bewussten Zugang zu den betroffenen Muskelpartien unseres Körpers verloren.

Die sensomotorische Amnesie manifestiert sich in unserem Körper als chronische Anspannung und Muskelverhärtung, die wir nicht wahrnehmen und auch nicht auflösen können. Die Feedbackschleife von Wahrnehmung und Bewegung, die Kommunikation Muskel - Gehirn - Muskel ist unterbrochen. Unsere Muskeln sind aktiv und wir merken es nicht.

Die Reflexe niederer Gehirnschichten dominieren und halten sie auf ein bestimmtes Anspannungsniveau programmiert. Das Gehirn hat an Einfluss und Kontrolle verloren, unsere Muskeln gehorchen uns nicht mehr. Die sensomotorische Amnesie ist ein Zustand der Unwissenheit und Ohnmacht, der unweigerlich zu grossen Gesundheitsproblemen führt.

Die Medizin kann die sensomotorische Amnesie noch nicht diagnostizieren. Deshalb finden sich für viele Leiden weder Erklärung noch erfolgreiche Ansätze zur Heilung. Die Auflösung der sensomotorischen Amnesie erfordert einen inneren Lernprozess.
Wir sollten mehr Achtsamkeit und Sensibilität für den eigenen Körper und weniger angestrengte Verhaltensweisen entwickeln. Die Sinne für interne Körpervorgänge schärfen, denn mit der Wahrnehmung verändert sich die Motorik.

Wo vermutet man die sensomotorische Amnesie?

In akuten und chronischen Schmerzzuständen und bei verschiedenen Beschwerden des Bewegungsapparates.

  • bei Depression,
  • bei Angst- und Erschöpfungszuständen,
  • bei Bluthoch-druck,
  • bei  Asthma und Herzproblemen,
  • bei psychosomatischen Leiden,
  • bei neurologischen und gynwkologischen Problemen
  • bei Inkontinenz,
  • bei Kopfschmerzen,
  • bei Fibromyalgie,
  • bei Alters,- und Abnutzungserscheinungen,
  • bei berufsbedingten Problemen und bei Sportlern
  • bei „da kann man nichts machen“ Problemen.

Um die sensomotorische Amnesie zu durchbrechen und die Körper-Bewegungsgeometrie wieder herzustellen müssen wir zu erst wissen in welchen Teilen des Gehirns, sie statt gefundeh hat. Um dass zu erreichen ist eine ganz bestimmte Vorgehensweise erforderlich. Wir wissen dass die Information von Verspannung und Entspannung der Muskeln reflektorisch über das Nervensystem zu den entsprechenden Gehirnfeldern und von dort aus zurück in die Muskulatur geleitet werden kann.

Was dabei dem Patient und der Kinesitherapeutin helfen kann, ist die manu propria Unterstützung der Muskulatur zur Entspannung. Es ist wichtig diese Entspannung so gezielt einzuleiten, dass sich die durch Stress im Nackenbereich angespannten Muskeln zunächst entspannen, da hier der ganze Prozess meistens seinen Anfang hat.

Der Kopf zwischen den Schultern einziehen ist die Schutzreaktion die bei allen Lebewesen vorkommt. Die Reaktion verbreitet sich über dem ganzen Körper aus und verkürzt seiner Beugemuskulatur. Das ist ein primitiver, entwicklungsgeschichtlich älterer Überlebensreflex. Dieser Reflex ist ein schneller Bewegungsakt, der verbreitet sich ohne bewusste Kontrolle und hilft uns unser Körper von einer Gefahr zu verteidigen. Der Körper wird gebeugt und zusammengezogen. Die schnelle Abfolge von Nervenimpulse beginnt im Gesicht, geht dann hinunter zum Nacken, zu den Armen, zum Rumpf und schliesslich zu Beinen und Zehen. Der Reflex wird ausgelöst bevor wir es bewusst wahrnehmen oder hemmen können.

Der amerikanischer Philosoph Thomas Hanna, benannte diesen Reflex der Stopp- Reflex. Thomas Hanna meint dass mit ständigen Wiederholungen dieses Reflexes der zur Gewohnheit des Menschen wird.

Man erkennt diese Gewohnheit  an folgenden Körperhaltungen

  • Der Kopf ist nach vorne gezogen und in den Nacken gelegt
  • Der oberen Rücken ist stark gerundet, im Extremfall zum Buckel
  • Die Schultern sind nach oben und vorn gezogen
  • Der Brustkorb ist nach innen gezogen und in der Ausatemstellung fixiert
  • Die Arme sind innenrotiert, sodass die Handrücken nach vorn zeigen
  • Die Arme hängen nicht neben, sondern vor dem Körper
  • Die Hüftgelenke sind gebeugt
  • Oft rollen die Füße nicht mehr ab
  • Der Gang ist kleinschrittig
  • Der Rumpf ist beim gehen steif

Ich versuche in meiner Kinesitherapie diese Haltung bei meinen Patienten zu korrigieren und dauerhaft zu verändern. Die Manu propria Kinesitherapie Behandlung bestehet aus drei Fasen:

1) Ich suche nach den Ursachen der Beschwerden durch Tastbefund in den Nacken und   Rückenbereich und beobachte die Haltungs- und Bewegungsseigenarte. Mit der Methode 4- D Eigenwahrnehmung versuche ich dem Patient die Ursache seiner Beschwerde bewusst zu machen.

2) Mit der Methode 4- D Eigenstabilisation versuche ich beim Patient die Neuprogrammierung verspannte und fehlgesteuerter Muskeln zu erreichen

3) Um den Erfolg der Therapie zu sichern, versuche ich dem Patient mit der Methode 4- D Eigenmobilisation die Einübung neuer ökonomischer Bewegung und Verhaltensweisen bai zu bringen.

"Sie waren sich der unfreiwilligen Daueranspannung Ihrer Muskulatur nicht bewusst." sage ich dem Patient.

 „Das ist mir noch nie aufgefallen“, oder „das spüre ich überhaupt nicht“, und eventuell „das ist mir gar nicht bewusst“  sind die häufigen Antworten der Patienten. Erst als sie sich leichter und freier fühlen, erkennen sie, wie angespannt sie vorher gewesen waren.

„Es ist erschreckend, wie wenig wir über uns selber wissen...“ konstatierte  ein Patient am Ende der Manu propria Kinesitherapie.

Diese Unwissenheit bereitet uns unendlich viel Leid und Kosten. Das Potential, diesen Notstand zu beheben liegt in uns - es wartet nur darauf entdeckt 4- D Eigenwahrnehmung, erweckt 4- D Eigenstabilisation und genutzt 4- D Eigenmobilisation zu werden!

Thomas Hanna hat in seinem Buch noch Start relex und Trauma reflex bescrieben.

quelle:

www.koerpertherapie-zentrum.de

Literatur die ich benützt habe:

Thomas Hanna "Beweglich sein ein Leben lang"

Mosche Feldenkrais "Bewusstheit durch Bewegung"

Mosche Feldenkrais "Das starke Selbst"

Meine Links:

http://die-tore-der-zeit.blogspot.com

http://der-schmerz.blogspot.com

http://auf-der-suche-dinaja.blogspot.com


 
   
   
   
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