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"Im Zustand der Krankheit merken wir, dass wir nicht allein existieren, sondern an ein Wesen aus einem ganz anderen Reich gefesselt sind, von dem uns Abgründe trennen, das uns nicht kennt und dem wir uns unmöglich verständlich machen können: unseren Körper." Zitat aus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" Marcel Proust.

Ich habe in Proust Lexikon gelesen: "Marcel Proust, von 10.7.1871 bis 18.11.1922, Romanschriftsteller, Hauptwerk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", das Thema seiner Werke ist die zerstörerische Wirkung der Zeit auf Mensch und Welt; der einzige Weg zu eigentlichen Realität liegt ausserhalb der Zeit in der spontanen, durch Assoziationen ausgelösten Erinnerung. Proust schildert in scharfsichtiger psychologischer Durchdringung die "grosse Welt" seiner Zeit, Überwältigender Bilderreichtum der Sprache, durch den inneren Monolog bestimmte Darstellungsweise, starker Einfluss auf den europäischen Roman des 20. Jahrhunderts."

Aber ich wollte aus seinem Werk für mich und für meine Patienten mehr heraushollen. Marcel Proust lebte in der Zeit als der Körper und die Seele noch streng getrennt waren, aber er lebte auch in der Zeit als Einstein die Zeit zur vierte Dimenzion machte. In seinem Roman "Auf der suche..." habe ich die Prousts offene Seele geftrofen die zu mir sagte.

"Du darfst nicht in der Zeit leben, wiel "deine Zeit", dass bist du. Jeder bewusst erlebter Augenblick ist der richtige Augenblick deines Daseins. Versuche deine Zeit und deine Erinnerungen bewusst zu erleben, nimm die  Gefühle die in dem Moment der Erinnerung in dir wach werden wahr und dann sind die Erinnerungen "deine Zeit", dein richtiger Augenblick, du Selbs. Jeder nexte Augenblick ist voll von vergangener Erinnerungen." 

"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit " ist ein Roman der Erinnerung. Dabei unterscheidet der Autor zwischen freiwilliger Erinnerung, die immer unvollständig und oft beängstigend ist;

"Es gibt wenig, dem sich der Mensch mit grösserer Hingabe widmet als dem Unglücklichsein. Hätte ein böser Schöpfer uns nur in die Welt gesetzt damit wir leiden, dürften wir uns zu Recht damit brüsten, diese Aufgabe mit Begeisterung erfüllt zu haben. Dabei gibt es wahrhaftig genug Gründe, untröstlich zu sein: Die Vergänglichkeit des Fleisches, die Unbeständigkeit der Liebe, die Verlogenheit im Alltag, die Kompromisse zwischen Freunden, die lähmende Wirkung der Gewohnheit. Angesichts derartiger Missstände sollte man meinen, dass wir nichts sehnlicher herbeiwünschen müssten als unsere eigene Auslöschung."  Alain de Botton; "Wie Proust Ihr leben verändern kann"

und unfreiwilliger Erinnerung die oft mit einigen Gefühlen verbunden ist die man nicht zuordnen kannn. Berühmtestes Beispiel ist dabei die Madeleine (ein kleiner Kuchen), die dem Erwachsenen Marcel von seiner Mutter serviert wird und deren Geschmack ihm die Fülle seiner Kindheitserlebnisse mit allen Bildern, Klängen, Geschmäckern und Gerüchen wieder vor Augen führt.

Der Titel meines Buches in seiner Originalausgabe ist "Umijeće svakodnevnog pokreta".  Der deutscher Titel wäre "Die Kreativitäten der alltäglichen Bewegung ". Das Buch ist leider noch immer nicht in der deutschen Sprache erschienen und mit nexten Zeilen versuche ich in Kurzem die Idee meines Buchs zu beschreiben, die Idee welche aus meiner Erinnerungen  und meinem Verlangen mich "auf der suche nach dem richten Augenblick" zu begeben, herausgewachsen ist. Heute wissen wir das "die Zeit" die vierte Dimension unseres Daseins ist und das sie nicht verloren gehen kann wenn wir Kairos, den Gott des richtigen Augenbliks beim Schopfe packen. Dann lernen wir unser Körper kennen bevor wir krank werden...

In der Rubrik "Interessante Links", falls Sie interessiert, finden Sie mehr Informationen über dem Buch. Die Links habe ich wie das Inhaltsverzeichnis des Buches gestaltet.

Zu erst entschuldige ich mich für alle meine Schreibfehler!


Vorwort

"Sie müssen sich bewegen!" sagt man oft dem Patient der mit den Bewegungsschmerzen zur Behandlung kommt.                                                                                                          "Aber jede Bewegung tut mir Weh, was soll ich tun?" fragt der von Schmerzen geplagte Patient. "Ihre Muskulatur ist schwach, machen sie Sport, gehen sie Turnen, bewegen Sie sich und die Schmerzen werden verschwienden." ist meistens der pauschale Antwort den man zum Patient gibt. 

Der Patient befolgt die Anweisung und sucht sich einen Kraftstudio aus. Der Sport, besonders der Krafttraining, ist etwas wie eine neue Religion geworden. Die neu entstandenen Kathedralen sind voll von neuen Gläubigen die in dem Schweiss eigenen Daseins für ihre Gesundheit etwas tun.

Die Kraft ist kein Heilmittel gegen die Schmerzen, und das sollte jeder medizinisch ausgebildete Mensch wissen. Die Muskelkraft ist der Mittel zur Bewegungsschmerzvorbeugung. Wenn beim Patient der Schmerz schon da ist man sollte dem Patient zuerst, ohne den Imperativ "Sie müssen" auszusprechen, den Weg zur wieder Herstellung die Körper und Bewegungsgeometrie zeigen.

Der Wahrnehmungsprozess des Körpers und seiner Bewegungen ist ein langer Weg, welcher man zuerst durchlaufen muss, bis man so weit ist, in einer Gruppe oder allein zu Hause, alle  diese rhythmische und dynamische Bewegungen machen zu können. Man sollte zuerst eigenen Körper wahrzunehmen lernen, eigenen Bewegungsrhythmus finden und erkennen, dann diesen im Lernprozess aktivieren und als Wichtigstes, zum Schluss, alles gelernte auch in Alltagsbewegungen integrieren zu können.   

Ein Mal habe ich mir, bei Web Fernsehe, eine Stunde lang Pilates Methode, aus Amerika kommend, angeschaut. Eine ganze Stunde, ruhig sitzend, wartete ich auf irgend ein Beispiel aus dem täglichen Leben, auf jemanden der, aus dem Tag voller Sorgen und Problemen, automatisch alle diese Bewegungen ausführen kann und leider "so" jemand kam nicht.

Die Web Fernsehsendungen und daraus entstandene Bücher, sind in Grunde genommen für die Zuschauer und Leser gestaltet. Die sind für mich, dich, für jederman, für unseren Alltag und unsere Wirklichkeit gedacht. Aber die alltägliche Wirklichkeit findet weit weg von Glamour und Schönheitsfabriken statt. Die Zuschauerquote wächst, die Bücher werden verkauft, die angebotene Gymnastikkurse belegt, aber die Bewegungsschmerzen plagen die Menschen weiter. 

Ich schaute eine Stunde lang wie die junge gut trainierten Menschen alle diese Übungen mit Leichtigkeit, Eleganz und Scharm vorgeführt haben. Es sah wunderschön aus und ich hatte das Gefühl ich wäre in eine Bewegung Performance Vorstellung.  Die begleit Stimme förderte den Zuschauer mit zu machen ohne die Bewegungen und ihren kinesiologische werde gang zu erklären.

Dann fragte ich mich, wie der Mensch der die Schmerzen schon hat ohne richtige Kenntnisse über seinem Körper und seiner Bewegung, ohne das Körper und Bewegungsbewusstsein geübt zu haben, spüren kann wo die kleinen und wo die grossen Muskeln sind und wie jemand der sein Rhythmusgefühl durch den Schmerz verloren hat, in einer Gruppe eigenes Bewegungsrhythmus wieder finden kann. In keinem Teil der Vorführung dieser so genannte "Neue Technik", habe ich weder Erklärung noch Mitteilung gefunden, wie man das Gelernte in Alltag integrieren kann, oder wie man für das Training wichtiger Rhythmen und Dynamik in eigenen Schritt, in Sitzen, oder alltäglichen Bewegungen einbeziehen kann.

Auf diese internet Adresse www.symetris-pilates.ch habe ich diese sehr gute Mitteilung   gefunden."Zwar ist keine vorherige Erfahrung für den Anfängerkurs erforderlich, doch ist es notwendig, dass Sie vor Ihrer Teilnahme an einem zeitlich festgelegten Kurs eine private Probe-Trainingslektion bei uns buchen. Dies ermöglicht uns, eine Körperhaltungsanalyse durchzuführen, Ihre Eignung für das Pilates-Training zu beurteilen und ggf. gewisse Aspekte Ihrer Krankengeschichte zu besprechen." 

Das ist, meine Meinung nach, der richtige Weg Pilates Methode anzubitten und wenn man sich entschliest den Pilates Kurs zu besuchen das ist die Adesse die man sich merken soll.

In Anlehnung an den heutigen Kenntnissen über den Funktionen des menschlichen Gehirns und über die Ganzheit des menschlichen Daseins bildet das Gleichgewicht von Körper und Geist eine sehr wichtige Rolle für Erhaltung der Gesundheit. Pilates Methode findet ihrer Wurzel in der Kinesiologie und kann dem Patient den Schlüssel zu einer natürlichen Gesundheit geben. Man sollte als Leiter des Kurses zuerst die kinesiologische Kenntnisse besitzen und Pilates Bewegungsphilosophie verstehen um jedem einzelnem Teilnehmer des Kurses sie begreiflich machen zu können. Pilates ist eine sanfte Trainings Methode und wurde von Joseph Hubertus Pilates entwickelt. Zur Verbesserung von Funktionen der Bauch und tiefen Rückenmuskeln die zur Kontrolle der Körperhaltung dienen, entwickelte er eine Serie von Bodenübungen und Übungen an Geräten, die heute weltweit bekannt sind als die Pilates Methode.

Ich studierte die Pilates Methode und stellte fest das sie eine einzigartige Trainingsmethode ist, die mit Konzentration, gezielten Bewegungen und Atmung dem Mensch innere Kraft schenkt und dem Körper Ausdauer, Stärke und Geschmeidigkeit verleiht.  Körper und den Geist werden gleichzeitig beansprucht und das Wohlbefinden wird gefördert.

So fasste ich den Entschluss diesen Buch zu schreiben. Die Idee die mich leitete war, den Weg zu finden, wie man den Körper und den Leib, das denkende und fühlende "Ich" integrieren, wahrnehmen und erkennen kann. Ich wusste es dass man erst dann spielend mit allen Bewegungstechniken der Welt und bei Aktivitäten des Alltags kreativ wirken und der Weisheit des Körpers entwickeln kann. Diese Idee könnte man dann auch, die Suche nach dem Grund der Uhrsache des Problems, nennen.  

Der moderne Mensch, surft durch Internet und findet alle möglichen Informationen über der Gesundheit, gutem Haltung und der Bewegung. Nicht nur "Pilates" sondern Tausend verschiedene Web Seiten zeigen die Übungen und Training Möglichkeiten. Um den Menschen die Suche und Kombination allen diesen Bewegungstechniken einfacher zu machen, sollte man Ihm zuerst wissen lassen wo und wie er anfangen soll.   

Ich versuchte bei meinen Überlegungen, den Licht an ende des Tunells an zumachen, für die jenigen die, auf der Suche nach den richtigen Bewegungstechniken, den Weg verloren haben, für die jenigen die in dieser Flut von Informationen keine Entscheidung treffen können.

Alle Bewegungstechniken sind gut, jede auf ihre weise. Alles was wir durch die Bewegung lernen ist genau dass, was unser Körper braucht. Wir sollen uns zuerst die Mühe geben eigenen Körper bewusst Wahrnehmen zu können, und dann lernen ihn zu spüren, ihn verstehen und so auf ihm bewusst Arbeiten zu können. Das ist der Grund allen weiteren Entscheidungen, die Entscheidung sich selber und eigenen Körper zu erkennen.

Um dass zu erreichen ist es sehr wichtig zu verstehen und zu begreifen das der Körper mit dem Gehirn denkt und das der Hirn ohne den Körper nicht denken kann. Das ist die erste und die wichtigste Integration, und der einzige Imperativ, die wir uns selber geben müssen um diese Integration realisieren zu können. Wir müssen begreifen dass unsere Gedanken und unsere Sinnesempfindungen ineinander verschmolzen sind, darum müssen wir lernen unsere Gefühle zu denken und unseren Gedanken zu fühlen.

Aus diesem Grund werde ich in meinem Buch über den Leibphilosophie, Körper und Bewegungsphilosophie schreiben. Ich werde es auch versuchen deutlich über den Neuigkeiten in der Neurowissenschaft, Gehirnforschung und über dem Paradiyma Wechsel in der Physik durch Quanten und Relativitätstheorien zu schreiben.

Die Kunst des vernetzten Denkens ist eine wesentliche Erweiterung unserer bisherigen Art zu denken und sie lässt sich lernen. Sie bietet die Chance, bislang die unlösbaren Probleme auf innovative Weise anzugehen. Dieser Art zu denken ermöglicht uns, den Menschen als Ganzes und seine Stellung in dieser Welt zu verstehen.

"Universum war zu erst " sagte einmal Einstein, "und alles was in im passierte und passiert ist der Naturgesetzen geordnet"
"Du hast Recht", antwortete Heisenberg "aber Erkenntnis des Universums hat erst mit dem Mensch statt gefunden. Naturgesetz ist Werk des Menschen. Der Mensch und die Natur sind Ganzheit."

Mit meinem Buch versuche ich diesem Mensch zu helfen seinen Körper und seine Bewegungen bei alltäglichen Aktivitäten zu integrieren ohne das Gefühl zu haben "die so kostbare Zeit" zu verlieren. "Denn Stress im Alltag ist vor allem die Einstellungssache" sagt Stefan Klein, Autor des Buches "Zeit. Der Stoff aus dem das Leben ist" .

Die Zeit ist unsere Dauer und damit eine der Funktionen unseres Körpers und eine der Dimensionen unseres Daseins. Wir sollten lernen unsere Zeit zu denken und zu fühlen weil die Zeitwahrnehmung in unserem Kopf entstehet. Die Zeitwahrnehmung setzt dem Feuer der Neurone in unserem Gehirn einen Rahmen, den wir mit der Bedeutung füllen.

Es ist die Zeit gekommen für eine neue Kultur der Zeit zu entwickeln. Wir brauchen eine neue Kultur der Zeit weil wir in einer Welt die sich rapide beschleunigt leben. Die Neurowissenschaftler haben wichtige Erkenntnisse gewonnen und die sagen das der Stress hemmt gerade die jenigen Netzwerke unseres Gehirns die unser Handeln organisieren. Um diese Falle im Alltag zu entfliehen, kann jeder Einzelne etwas tun. Zur Beginn wäre genug zu begreifen dass wir nicht gestresst sind weil wir keine Zeit haben, sondern wir haben keine Zeit weil wir gestresst sind.

http://die-tore-der-zeit.blogspot.com

 Etwas wie eine Einführung

"Eine Wahrheit ist nicht deshalb vernünftiger,  weil sie alt ist. Ich sage immer wieder: es ist Torheit, nur Beispiele herauszuziehen, die aus der Ferne kommen oder gelehrten Büchern entnommen sind. Was heute geschieht, ist eine ebenso ergiebige Quelle der Erkenntnis, wie die Ereignisse zur Zeit des Homer oder des Plato."     Michel de Montaigne

Nehmen wir den Alltag unter die Lupe um fest stellen zu können, welchen Raum die Tätigkeiten Sitzen, Stehen und Gehen im unserem normalen Tagesablauf in Anspruch nehmen und wie wichtig die Bewegungen unserer Hände und Füsse für unseres Dasein, sind.

Erst die Wahrnehmung des IST - Zustands des eigenen Selbst macht es uns möglich, über unseren innerlichen und äuserlichen Veränderungen nachzudenken, Wünsche zu entwickeln und neue Ziele zu setzen. Der IST- Zustand ist unser einzig reales Dasein, er ist der Augenblick der richtige Entscheidung, die Quelle der Alltagsereignissen die unser Leben beeinflussen. Die alltälichen Bewegungen wie z.B. Sitzen, Aufstehen, Stehen, Gehen, Essen, Schreiben sollten der Lernprozess werden, welcher uns zur Wahrnehmung der Veränderungen des Körpershaltungs und seiner Bewegungen leiten kann.

Im Brennpunkt des eigentlichen Lernprozesses sollte sinnvolles Üben und kreatives Experimentieren stehen, die dann die Entfaltung eines Körperbewusstseins Hervorrufen. 

Dem Wort „üben“ kommt hier besondere Bedeutung zu. Das deutsche Wort "üben" wird vom lateinischen Wort Opus abgeleitet und heisst das Werk.
Jede Bewegung sollte eine Übung werden das heisst ein persönliches Werk der erfordert persönliches Engagement.
Das Experiment leitet sich vom lateinischen Wort Experimentum ab und heisst durch die Erfahrung kennen lernen.

Die Idee meines Buchs "Die Kreativitäten der alltäglichen Bewegungen" ist basierend auf meiner langjährigen Erfahrung als Kinesitherapeutin, sowie durch die Studien die neuen Denkmodelle in vielen Bereichen der Wissenschaft und so auch in der Physiotherapie, entstanden. Und so, meinen Überlegungen nach, könnte man die alltäglichen Bewegungen Kreativ gestalten und aus einem gewöhnlichen Alltag, eine Herausforderung für alle unsere Sinne machen.

Mens sana in corpore sano

ist ein lateinischer Spruch. Er bedeutet „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“.Die Redewendung ist ein verkürztes Zitat aus den Satiren des römischen Dichters Juvenal.

Satiren 10, 356: Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano. Deutsch: Bitten sollte man darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei.

Juvenals eigentliche Absicht zielte darauf, diejenigen seiner römischen Mitbürger zu geisseln, die sich mit törichten Gebeten und Fürbitten an die Götter wandten. Beten, meint er, solle man allenfalls um körperliche und geistige Gesundheit. Mens sana in corpore sano ist also nur im Zusammenhang mit dem Sinn und Inhalt von Fürbitten und Gebeten zu verstehen.

Er hat also als Satiriker keineswegs behauptet, dass ausschliesslich in einem gesunden Körper ein gesunder Geist stecke, sondern nur - da er meist das Gegenteil davon erlebt hatte - dass es wünschenswert sei, wenn dem so wäre. Juvenal hat aber auch die zu seiner Zeit (60-127 n. Ch.) sportlichen Idole parodiert.

Die Wendung wird meist vordergründig und geradlinig missverstanden oder vorsätzlich falsch interpretiert.

Die körperliche Ertüchtigung, die im Nationalsozialismus aus Gründen der Wehrertüchtigung der Rekruten eine zentrale Rolle spielte, stand unter dem verkürzt interpretierten Motto Juvenals.

Heute propagieren verschiedene Mental-Gurus immer wieder, dass intensives sportliches Training die intellektuelle Leistungsfähigkeit ganz signifikant steigere. Dies ist aber in dem Ausmass nicht der Fall.

Vor allem kann aus dem Satz Mens sana in corpore sano nicht abgeleitet werden, dass Menschen, die körperlich fitter sind als ihre Mitmenschen, intelligenter sein müssten, oder aber dass intelligente Menschen zwangsläufig körperlich durchtrainiert sein müssten.

Es lässt sich allerdings eine einseitige Korrelation feststellen: Man weiss inzwischen, dass sehr intelligente Menschen mehr auf ihre Gesundheit achten - was jedoch nicht mit körperlicher Fitness gleichzusetzen ist. Fallweise können sie eine höhere Lebenserwartung haben und neigen beispielsweise auch weniger dazu, übergewichtig zu werden. Bei dieser Korrelation ist jedoch Vorsicht angebracht, denn sie entspricht dem Stereotyp "dick = dumm" (wie es etwa in den Protagonisten der Fernsehserie "Dick und Doof" reproziert wurde). Auch durchtrainierte, extrem gesundheitsbewusste, jugendlich wirkende Sportler können dagegen einen plötzlichen Herzinfarkt erleiden oder von ihrem Immunstatus her gesundheitlich belastet sein.

Im Umkehrschluss heisst die verkürzt interpretierte Redewendung, dass in kranken und schwachen Körpern kein gesunder Geist innewohne. Eine derartige Analogie führt geradewegs in die Diskriminierung Körperbehinderter und in letzter Konsequenz zur Ausgrenzung und Vernichtung von sog. "lebensunwerten Leben" 
Vor diesem Hintergrund lehnen die Interessenvertreter von Behinderten (Behindertenverbände) das "Mens sana in corpore sano" vehement ab. Als Beispiel dafür, dass ein brillanter Wissenschaftler ein körperlich gebrochener Mensch sein kann, führen sie unter anderem Stephen Hawking an.

So wie man Juvenals Zitat falsch interpretiert als die Behaptung "es sei möglich nur in sportlichem Körper ein gesunde Geist zu haben" so ist die heutige Behauptung "Sport ist gesund" oft falsch interpretiert. Der Sport ja, aber nicht um jeden Preis.

Die Bewegung ist der Grund des Sports, aber die Bewegung findet im Kopf statt nicht in der Muskulatur. Die nicht korrekt ausgeführte Bewegungen schaden dem Körper und dem Geist. Die wahrgenommene und bewusst ausgeführten alltäglichen Bewegungen erschaffen uns der Ramen welcher uns die Möglichkeiten für jede Art des Sports zu betreiben erleichtern.

Der Mensch und sein Körper und Bewegungsbewusstsein

Doryphoros von Polyklet http://de.wikipedia.org/wiki/Doryphoros

Im Mittelpunkt des Universums ist der Mensch und der Mensch ist auch das Mittelpunkt des Alltags und somit für mich das Mittelpunkt der Kinesitherapie. Ich könnte in Abwandlung eines Worts von Proust sagen, der menschliche Körper ist änlich wie das Universum, voll  verborgener Imperative, und man fände kein Ende beim Aufzählen der Werte, die durch die Substanzverwandlung verleiblicht worden sind.

Als ich noch ein Kind war, eine stille Pädagogik meiner Eltern bewirkte  in mir eine komplette Kosmologie, Ethik und Metaphysik über so unscheinbare Ermahnungen wie: "Halt dich gerade!" oder "Nimm das Messer nicht in die linke Hand!" und "Sitzt nicht so krumm!". Damit wollte man mir die scheinbar unbedeutendsten Einzelheiten von Haltung oder körperliche Manieren beibringen, die so ausgesprochen immer dem Bewusstsein entzogen waren. Damals wusste ich nicht warum, aber ich befolgte diese Ermanungen und mein Körper wuchs in voller Harmonie meines Daseins aus. Später, als ich Kinesitherapeutin wurde begriff ich die Wichtigkeiten dieser unscheinbaren Ermanhnungen.  

Die materielle Beschaffenheit des Menschen ist von Natur aus gegeben und mit dem Universum verbunden. Der menschliche Körper ist  ausserordentlich lernfähig, er ist unter dem Einfluss anderer und aufgrund seiner eigenen Handlungen von den ersten Lebenstagen an veränderungsfähig. Heute weiss man dass der Mensch, obwohl unter den Ausgangsbedingungen seiner biologischen Natur stehend, ein Produkt seiner dynamische Selbstorganisation ist. 

Bei meiner Arbeit  als Kinesitherapeutin versuche ich zuerst den Menschen kennen zu lernen mit seinem Körper, seinem Bewusstsein und seinem Schmerz. Dann stelle ich fest wie verschieden wir sind. Jeder von uns ist ein Unikat im Universum. Der Philosoph Michele de Montaigne schrieb in „Die Essays“: 

"Wir sind alle aus verschiedenen Lappen zusammengesetzt, dass jedes Stück von uns jeden Augenblick sein Spiel treibt. Ja, wir sind uns selbst, so wenig als anderen, gleich."
 
Durch den Körper sind wir unseren Dasein und unserer Welt gewiss und die Fundamente des menschlichen Wesens werden im Gebrauch des Körpers, in einer gemeinschaftlichen Handlungspraxis erzeugt.

Evolution hat uns gelernt, dass die Entwicklung des Gehirns jener des Körpers befolgt.  Neurowissenschaften haben uns die funktionelle Verbindungen zwischen des Körpersystems und des Gehirns deutlich gemacht. Das neue Verständnis der Funktionen des menschlichen Gehirns ist, dass sich das Gehirn mittels natürlichen Impulsemuster selbst organisiert. Das ist eine wichtige Erkenntnis für die Gehirn und Wirbelsäuleverletzungen, aber eine sinnvolle Erkenntnis für ein nicht verletzte Neuronetzwerk.

Der Mensch ist „organisch mittellos“, ohne natürlichen Waffen, ohne den Haarkleid und ohne  körperlichen Möglichkeiten sich der Witterung an zu passen. Auch viele Jahrhunderte Selbstbeobachtung haben ihn nicht gelehrt, ob er eigentlich Instinkte hat und welche es sind. Aber der Mensch ist einzigartig, er hat das Bewusstsein, das Wahrnehmungsvermögen, der Verstand und durch dass alles auch die Bewusste Wahrnemugvermögen der Schmerzempfindungen.

Die Lehre von den Funktionskrankheiten befasst sich mit dem Schmerz im allen Bereichen des Bewegungsapparates.

Neurophysiologie der Muskelgelenkeinheit hat beweisen können, dass die Funktion des Bewegungssystems nicht nur als mechanische Arbeit, sondern als die gemeinsame Leistung all seiner Systemteile, also auch der ihm zugeordneten Teile des Gehirns und Nervensystems, zu verstehen ist. Die funktionelle Bewegung umfasst in der Zeit und Raumdimension die intakte, gemeinsame und zielorientierte Leistungen alle ihren Systemteile zusammen.

Betrachtet man das „Bewegungssystem“ systemtheoretisch, dann soll man als erstes, seine Gliederung in Subsysteme aufteilen:

  • Kopf und Rumpf,
  • Wirbelsäule,
  • Schulter und Beckengürtel
  • Extremitäten- Arme und Beinen

Im Kopf und in der Wirbelsäule befindet sich das Zentralnervensystem, das Steuerungsorgan des mensclichen Daseins, welches aus dem Gehirn und Rückenmark gebaut ist.

Extremitäten setzen sich wieder aus weiteren Subsystemen zusammen:

  • Hände,
  • Füsse.

Störungen des Bewegungsapparates:

  • Materielle Strukturelle Veränderungen: Frakturen, Entzündungen, Metastasen.
  • Motorische strukturellen Veränderungen: “reflektorische“ Muskeltonusänderungen,
  • Störungen des muskulären Gleichgewichtes: Verkürzungen und Verspannungen
  • Funktionsstörungen aus steuernden Strukturen: Gehirn- Wirbelsäule

Wenn ein Patient zu mir in die Kinesitherapie kommt, er ist für mich, mit allen seinen Empfindungen, mehr als die Summe seiner Teile. Mit dem Ziel ihn vom Schmerz zu befreien, versuche ich den Weg zu finden auf dem ich seine innere Koordination aktivieren kann um die Störungen des Bewegungsapparates zu beseitigen. Die vom Arzt festgestellte Diagnose hilft mir die Behandlung zu plannen. Wenn es um keinen Materiellen Strukturellen Veränderungen geht, darf ich mit der Kinesitherapie beginnen, sonst behandle ich den Patienten mit anderen physiotherapeutischen Methoden.    

Die dynamische Selbstorganisation der Körperfunktionen und die Funktionen des Gehirns ermöglichen mir die Schmerz und Kinesitherapie  sinnvoller zu Gestalten. Bei den Diagnosen wie "Rückenschmerzen" oder "Kopfschmerzen" ohne strukturellen Veränderungen, versuche ich einen Mittelweg, zwischen den  rhythmisch-dynamischen Funktionen des Gehirns und koordinierten Bewegungen des Körpers zu erkunden und dem Patient, die Bewusste Wahrnehmung seines Körpers und seiner Bewegungen, erleichtern zu können. 
Der Schmerz stellt, in der Hirn- Wirbelsäule- Nerven Organisation, ein Schutzmechanismus für  schonbedürftigen Strukturen (Muskel, Bänder, Knochen, Gelenke) dar. Im Zusammenhang mit dem Schmerz entstehet die Functio laesa, Funktionseinschränkung.(Die Definition der Functio laesa – die gestörte Funktion – ist nach Celsus und Galen eines der fünf charakteristischen Merkmale einer Entzündun sowie das Leitsymptom eines Knochenbruchs)

So entstehet Kraftverlust, weitere Behinderungen durch Fehlstellung des Gelenks und die Muskelkontraktur. Diese Funktionseinschränkungen als folge von Schmerz verursachen die weiteren Schonungshaltungen. Wer die richtigen Funktionen seines Bewegungensystems nicht mehr braucht, verliert er sie auch, meinte in seiner Zeit der Galen (129- 201). Duch die Schonhaltung des Körpers wird die innere Koordination des Bewegungssystems gestört. Das geschiet automatisch und für den Menschen meistens unbewusst, seine Bewegungen verkleinern sich und der Schmerz breitet sich aus.

Der Patient leidet unter sensomotorische Amnesie, das heisst, sein Gehirn hat die Ampitude der Bewegung vergesen.  

In der Therapie sollte man versuchen die innere Koordination des Körpers und sein inneres Gleichgewicht wieder herstellen. Dass erreicht man mit bewusst ausgeführtem Bewegungen welche die Schmerzgrenze überschreiten und dem Patient ermöglichen bewusst die Haltungsveränderungen zu erreichen. Der Schmerz verschwindet langsam und die Schonungsmechanismen schalten sich allmählich aus, damit die natürliche  Bewegungen und die korigierte Körperhaltungen automatisiert werden können.   


"Es handelt sich bei unserer Darstellung immer um die Handlungeinschüsse im Aufbau Wahrnehmungswelt und um den Nachweis der mit der Weltorientierung immer umgängig verknüpften tätigen Selbstbestimmung und Selbstaneignung des eigenen Könnens. Hier ist nun eine höchst bedeutende, Entdeckung gesondert zu behandeln, die der Bewegungsphantasie." (Palagyi, Naturphilosophische Vorlesungen)

Der menschliche Körper ist ausserordentlich lernfähig und von den ersten Lebenstagen an veränderbar durch die Erb- und Erwerbmotorik. Ich versuche dem Patien zu helfen die Erbmotorik zu steuern und die Erwerbmotorik seines Körpers zu vergrössern und verbessern. 

Die Bewegung und die Empfindungsphantasie sind aufs engste verschmolzen. Um unsere Bewegungen bewusst empfinden zu können, sie sollten aus der unbewusste Erbmotorik heraus geführt werden, also wahrnehmbare und geführte sein, um richtig „gekonnte“ zu werden.

Die gekonnte Bewegungen wären unsere Alltagsbewegungen, die von gewissen Momenten her verfügbar und einsetzbar sind, welche die ganze Bewegungsfolge repräsentieren, in dem auch die Zwischenphasen automatisiert sind. Das zu erreichen sollte man die Bewegungsphantasie üben.

Die Bewegung und Empfindungsphantasie ist ein Konzept das erklärt wie man mit der Ideokinese, beweglichen Gedankebilder arbeiten kann. Ich und die Patienten stehen unter dem Einfluss den analoge Sinneseindrücke aber jeder von uns hat eigene Empfindungen. Ich spreche über meine beweglichen Gedankebilder um Patient zu motivieren seine eigene zu entwickeln.

Unsere Sinne

Hans Makart; 28. 5. 1840 Salzburg, † 3. 10. 1884 Wien, Historien- und Bildnismaler. Gemälde aus dem Zyklus"Die fünf Sinne"

In der klassischen Medizin des Altertums und der frühen Neuzeit wurden fünf Sinne unterschieden:

  • das Sehen
  • das Gehör
  • das Tast
  • der Geschmack
  • das Riechen

Unsere fünf Sinne ermöglichen uns der Kontakt zur Umgebung. Erst das menschliche Gehirn setzt das Feuerwerk der Neuronen aus Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten zu einem sinnvollen Ganzen zusammen. Gedanken über unsere Sinne machen wir uns in der Regel erst dann, wenn einer ausfällt. So bemerken wir, dass unser Essen nach nichts schmeckt, wenn beispielsweise der Geruchssinn bei einem heftigen Schnupfen versagt

Wir kennen heute eine ganze Reihe weiterer Sinnesmodalitäten, z.B. Temperatursinn, Gleichgewichtssinn, Tiefensensibilitäts- Lageempfindung, usw. Es wird immer eine Interpretationsfrage sein, über wie viel Sinne der menschliche Körper verfügt.
Schmerz und andere unangenehme Empfindungen sind schwierig einzuordnen. ( z.B. Jucken, Kitzeln, Brennen, Bohren... )
Nozizeptoren, die Sensoren des Schmerzsinnes haben eine Sonderstellung unter den Hautsensoren, da sie nicht in erster Linie Information über die Aussenwelt vermitteln, sondern  Informationen über den Verletzungen oder drohenden Verletzungen unseres Körpers verschicken. Der Schmerz ist eine körperbezogene Sinnesmodalität der sich ohne ein feste Sitz im Körper zu haben durch ganzen Körper verbreiten kann.

Propriozeption- (Tiefensensibilität)- die Eigenwahrnehmung ist auch eine Körperbezogene Sinnesmodalität die uns ermöglicht die Wahrnehmung unseres Körpers. Die Propriozeption besitzt drei Qualitäten

  • Stellungssinn
  • Bewegungssinn
  • Kraftsinn


Will man Wahrnehmung  schulen, darf man nicht nur die Überlegung anstellen, welche physikalisch- chemischen  Einflüsse die Rezeptoren  der Sinnesorgane reizen könnten, sondern man muss auch berücksichtigen, wie die von aussen gesetzten Reize, in der Innenwelt des zentrales Nervensystems bewertet und verarbeitet werden, bis es zu einer bewussten Wahrnehmung kommt. Das Deuten der Sinnesempfindung, das Speichern und Verknüpfen mit vorhandenem Wissen  schliesslich gibt den Impuls für die subjektive Reaktion auf die aufgenommenen Reize. So kommt es zur einen Prozess der Wahrnehmung, der wie ein sich immer wieder erneuernder Regelkreis zu verstehen ist.

Die Fähigkeit, den eigenen Körper  im Gleichgewicht halten zu können und damit seiner Haltung und Bewegung zu ökonomisieren, gelingt nur, wenn die Bereichen der Wahrnehmungssysteme; der fünf Sinnen, des Schmerzes, des proprio- kinästethischen (Muskel und Gelenke), des vestibulären (Gleichgewicht), des Leibsinnsbereiches einzeln funktionieren und miteinander interagieren.

Mit diesen Konzept lade ich den Leser zum "Fest der Sinne" ein.


"Ich geniesse das Leben mit allen meinen Sinne!" sagt man schnell ohne zu überlegen was dass überhaupt heisst.


Die Natur hat uns reich mit vielem Sinnen beschenkt.
In unserer schnelllebigen Zeit wächst unsere Aufmerksamkeit, das Leben bewusst, ursprünglich und intensiv zu geniessen. Immer mehr Menschen sehnen sich nach Fülle, Freude und reichlich Spass im Leben. Sich mit allen Sinnen Wohlfühlen ist der innige Wunsch jeden von uns.

„Hören“

Wir hören Töne im Aussen, um die nach Innen zu „hören“. Wir sollten versuchen entdecken und dann auch unsere ureigensten Töne zuhören können. Das ist die Synpfonie unseres Herzens oder die Ballade unserer Lunge oder der Tango unserer Muskulatur. Schliessen wir die Augen und die Ohren, halten wir unsere Aufmerksamkeit einen Moment nur nach Innen. Dann hören wir die Musik unseres Selbst und bewegen uns in den eigenen Rhythmus, wir können sogar tanzen, und die pure Lebenslust fühlen.

„Riechen“

Wir riechen seltsame Düfte, riechen uns selbst und die andere Menschen, wir riechen die Blumen und der Wald und die vertraute Düfte machen uns lebendig. In die Atem-Übungen werden wir uns der Qualität der Luft, des Sauerstoffs, des Atems ganz neu bewusst, dieser kraftvollen Energiequelle und unserem wichtigsten „Lebensmittel“.

Ein Hauch von Urlaub für den Alltag 

Das Riechen und auch das Schmecken sind Sinne, die unsere Seele weit mehr im Griff haben als den meisten von uns bewusst ist. Versuche haben gezeigt, dass unser Gehirn Gerüche bereits registriert, bevor wir sie überhaupt benennen können. Durch seine direkte Nervenleitung ins limbische System des Gehirns wecken Düfte auch nach Jahren noch emotionale Erinnerungen. Dann entstehen bildhafte Reisen in die Vergangenheit, ausgelöst durch Geruchseindrücke. Wehren können wir uns nicht dagegen, wenn die Nase Filme dreht. Das wissen auch die Hersteller von Parfüms. So wollen Duftforscher die Gerüche ganzer Urlaubsregionen einfangen, um sie im Labor in Duftkomponenten für Parfüms zu zerlegen. Bei den Kunden soll der Duft von Toskana oder Provence zu beglückenden Urlaubsgefühlen im tristen Alltag verhelfen - und den Absatz steigern.

„Schmecken“

Wir sollten ganz neu „schmecken“ lernen, eine ganz neue Art den göttlichen Geschmackssinn wieder zu erwecken, die Geschmackknospen in unserer Mundhölle aufsneue beleben. Die fangen an zu knospen und ein neues Gefühl breitet sich in unserem Körper aus. Wir entdecken die neue „Geschmäcker“ an Nahrungsmitteln, die wir bisher einfach hinuntergeschluckt haben. So lernen wir das Essen wirklich zu geniessen.

"Sie liess daraufhin eines jener dicklichen, ovalen Sandtörtchen holen, die man „Petites Madeleines“ nennt und die aussehen, als habe man dafür die gefächerte Schale einer Jakobs-Muschel benutzt. Gleich darauf führte ich, ohne mir etwas dabei zu denken, doch bedrückt über den trüben Tag und die Aussicht auf ein trauriges Morgen, einen Löffel Tee mit einem aufgeweichten kleinen Stück Madeleine darin an die Lippen..........................Und mit einem Mal war die Erinnerung da. Der Geschmack war der jenes kleinen Stücks einer Madeleine, das mir am Sonntagmorgen in Combray (weil ich an diesem Tag vor dem Hochamt nicht aus dem Hause ging), sobald ich ihr in ihrem Zimmer guten Morgen sagte, meine  Tante Leonie anbot, nachdem sie es in ihrem schwarzen oder Lindenblütentee getaucht hatte." Auf der suche..." M. Proust


Die Madeleine ist ein französisches Kleingebäck, das ursprünglich aus Commercy stammt und von Mme. Madeleine Paulmier zuerst hergestellt wurde. Es handelt sich dabei um ein Sandtörtchen, das die Form zweier umgedreht aufeinander gehefteter Jakobmuschel hat.

Riechen und Schmecken sind auch die Sinne unsere Seele genannt.

 „Sehen“

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ sagte der Fuchs

"Der kleine Prinz"; Antoine de Saint-Exupéry

 


Wir sollten mit dem Herz „sehen“ und in die Welt „blicken“ lernen, neugieriger „gucken“, „blicken“, „mit den Augen zwinkern“, und vielleicht manche Dinge ganz neu „wahrnehmen“. Vielleicht machen wir dann die wunderbare Entdeckung wie viel wunderschöne Dinge es in anderen Menschen und auch in uns selber zu „beobachten“ gibt. Dort, auf diesen bis jetzt versteckten Plätzen unseres Daseins, genau dort sind die wirklich wichtigen Dinge zu „sehen“ und zu „erblicken“, dort liegt das "Miteinander sein" und "Glücklich sein“ bereit.

"Tast Sinn"

Lernen wir mit unserem grössten Sinnesorgan „Haut“ ganz neu die Temperatur Unterscheide, der Wind,  das Regen, die Sonne, die Berührungen  zu fühlen. Mit unseren Händen fühlen wir den Unterschied zwischen die Wärme und die Kälte eines Gegenstandes, in unseren Händen ist die Seide weich und der Eisen hart.

Michelangelo, Erschaffungs Adams

Die Händeberührung, die Erschaffung des Lebens bedeutet.

http://die-hand.blogspot.com

Mit unseren Füssen können wir unsere Festigkeit auf der Erde Wahrnehmen, die Veränderungen auf dem Boden wahrnehmen und unsere gute Halt im Leben fühlen. Der Fuss ist kein Knochen fuss, sondern ein Muskelorgan mit vielen Bandverbindungen zwischen den Fuss- und Zehengelenken.

Der Gott Hermes, lateinisch Mercurius, ist der Patron der Wanderer, der »menschenfreundliche Begleiter und Bewahrer reisender Könige und abenteuernder Heroen« der Flügelbeschuhte Unbehauste zwischen den Welten der Götter und Menschen, insbesondere aber der Gott, der die Seelen geleitet, hinab in das dunkle Reich des Unterirdischen.

Das Sprichwort "Auf leichten Sohlen gehen" hat mich zur diesen Gedankebild  motiviert. Die Füsse sind das Fundament des Körpers, ein Meisterwerk der Natur und Schwerarbeiter. Sie werden, gemessen an ihrer Strapazierung, zuwenig geschätzt und gepflegt. Beim Gehen tragen sie das Dreifache des Körpergewichts. Die Füsse sind multifunktional:

Auftritt abfedern

Gleichgewicht halten

Dynamische Fortbewegung

Ausgleichen von Bodenunebenheiten

Wenn man die Füsse und ihren Funktionen wahrgenommen hat, dann fühlt man auch die Festigkeit useres Körpers und erst dann kann man auch die Kontrole über der Körperhaltung erreichen.

"Der Schmerzsinn"

Der Schmerz lauert überall in unserem Körper. Er benihmt sich wie ein nicht eingeladener Gast der zum "Fest der Sinne" kamm. Wir fühlen seinen Dasein und möchten im loss werden aber der Schmerz hat viele Gesichter. Er versteckt sich, verschwindet und kommt wieder mit einer neue Maske der Traurigkeit. Wir empfinden im als brennen, bohren, stechen, wir können beschreiben wie er sich anfühlt, aber diese unangeneme Empfindung können wir nicht mit jemandem teilen.

Wann ich meinen Schmerz denke die Geschichte "Der Kleine Prinz" kommt mir immer in den Sinn.
"Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal in einem Buch über den Urwald, das
»Erlebte Geschichten« hiess, ein prächtiges Bild. Es stellte eine Riesenschlange dar,
wie sie ein Wildtier verschlang. Hier ist eine Kopie der Zeichnung.

In dem Buche hiess es: »Die Boas
verschlingen ihre Beute als Ganzes, ohne
sie zu zerbeissen. Daraufhin können sie sich
nicht mehr rühren und schlafen sechs
Monate, um zu verdauen. «

Wann ich meinen Schmerz denke er ist dann für mich die grosse Boa die einen Teil meines Daseins verschlungen hat. Als ich ein Kind war habe ich die Elefanten gern gehabt und die Zeichnung in dem Buch 

  hat mich immer traurig gemacht. Ich hatte keine Angst ob voll die Zeichnung keinen Hut darstellte, sonder eine Riesenschlange  die einen Elefanten verdaut. Ich war nur traurig. Hier die zweite  
Zeichnung :

Wann ich mir heute mein Schmerz bildlich vorstellen will, sehe ich ihm als Riesengrosse Schlange die einen Elefanten verdaut. Der Elefant wehrt sich, er will raus und ich versuche den Schmerz mit meinen Gedanken zu besiegen um den Elefanten zu befreien.   

Der Schmerz ist unsere Meinhaftigkeit, ihm nehmen wir nicht distanziert wahr wie die Düfte riechen, die Töne hören, oder das Essen schmecken. Der Schmerz steckt, wie eine Boa die Elefanten verdaut, in innerem unseres Körpers und verdaut unser Dasein.  

"Der sechste Sinn" 

Die Eigenwahrnehmung, unser verborgter sechster Sinn ist für uns der wichtigster Sinn der wir haben und auch unsere Meinhaftigkeit. Verborgen und tief in unserem Körper versteckt, der sechster Sinn braucht keinen Vermittler aus dem Aussenwelt um sich bemerkbar zu machen. Nehmen wir dieser Sinn wahr und lernen wir mit ihm um zu gehen.

Die Bewegung findet im Kopf statt! Da drinnen ist meine Ganze Welt versteckt, da lebe ich mit meinem Körper vereint, von da aus bewegen wir uns gemeinsam.

Der Homunkulus; Der kleiner Monster in meinem Kopf hilft mir den Körper, seine Stellungen, seine Bewegungen und die durch den Aussenwelt herausgeforderten Entscheideungen  als meine eigenen wahrzunehmen.

  • Ich bin mein Körper, nicht ich habe den Körper
  • Ich bewege mich, nicht ich bewege meinen Körper
  • Ich bin kräftig, nicht ich habe die Kraft. 
  • Ich spühre den Bewegungsschmerz, nicht ich habe den Bewegungsschmerz
  • Ich will mich bewegen, nicht ich muss, oder ich sollte mich bewegen.
  • Ich will meinen Körper wahrnehmen, nicht ich muss, oder ich sollte meinen Körper wahrzunehmen versuchen.
  • Ich will meiner Bewegungen wahrnehmen, nicht ich muss, oder ich sollte meiner Bewegungen wahrzunehemen versuchen.
  • Ich tue etwas für meiner Gesundheit, nicht ich muss es tun, oder ich sollte es tun.

Diese starke und entschlossene denkende "Ich" sollte uns durch den Leben und zu unserem Leibsinn führen. Der Leibsinn ist das Universum unseres Daseins.

"Der Leibsinn"

"Hinter deinen Gedanken und Gefühlen steht ein mächtiger Gebieter, ein unbekannter Weiser- der heisst Selbst. In deinem Leibe wont er, dein Leib ist er." Friedrich Nietzsche

Der Leibsinn kann die physischen Körpergrenzen übersteigen und woanders, aus unserem Körper  heraus präsent sein.

Zwei einfache Beispiele: 

Ein Tennisspieler schiesst über viele Meter einen Ball. Er trifft genau. Seine Hand ist verlängerung seiner Gedanken und Augen und sozusagen mit dem ganzen Tennisplatz  verbunden und tariert genau den Gewinnpunkt aus, seine Gedanke betreiben Fernlenkung des Balls.


Konzentriert aufs Ball: Roger Federer.

Beim Golfspielen sind die Distanzen noch grösser und der Leibraum des Spielers muss sich enorm erweitern können, um möglichst nah am Loch zu treffen. Noch bevor der Golfspieler seinen Schlag ausführt, muss er seine Augen und Gedanken auf das kleinstmöglichste Ziel ausrichten. Die Gedanken führen gemeinsam mit seinem Arm den Eisen um mit dem Ball den Loch zu finden. Beim Schlag beginnt der ganze Körper zu Schwingen und wird zu einem konzentrierten Leibsinn.


Golferin ist konzentriert aufs Ball.

"Educative Kinesiologie", kurz "Edu-K" beschäftigt sich mit der Verbindung von Gehirn und Körper und wird erfolgreich auch bei den Tenis und Golf Training eingesetzt. Verbesserung der konzentration und Gedächtnis werden dabei mit speziellen Übungen trainiert. Bei den Brain - Gym Übungen geht es darum Bewegungsgrundlagen zu schaffen, die beim Lernen notwendig sind, wie zum Beispiel der freie Fluss der Augenbewegungen und die Augen-Handkoordination.

Ich denke und mein Körper denkt mit, wir sind die Quelle des Leibsinnes.

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Die Körperhaltung ist die durch Zusammenwirken von Muskeln, Bändern und Knochen bedingte Stellung des menschlichen Körpers. In der Physiotherapie werden zunehmend Zusammenhänge zwischen Körperhaltung (Fehlhaltung) und Störungen am Bewegungssystem (Beckenschiefstand, Rückenschmerzen, Knirschen der Zähne, Kopfschmerz) erkannt und behandelt.

Die Durchführung der Bewegungen setzt voraus, dass die Haltung des Körpers gegen die Schwerkraft gesichert ist. Da sich aber der Schwerpunkt des Körpers  und die Beziehung der verschiedenen Körperteile zueinander bei jeder Bewegung ändert, muss das Nervensystem diese kontinuierlichen Veränderungen berechnen und die Haltung entsprechend von Sekunde zur Sekunde auf neue aktualisieren. Die Kontrolle der Körpershaltung findett statt im Kopf nicht in Muskulatur des Körpers.

Die Körperhaltung ist kein Zustand des Körpers, die Körperhaltung ist ein immer werdender Prozess.

Körperhaltungsreaktionen

Zwei Gruppen von Sensoren sind für  die Körperhaltungsreaktionen verantwortlich:

  • die  Sensoren des Gleichgewichts ( Position des Körpers im Raum )

Die Senzoren des Gleichgewichts liegen in den Ohren die Wahrnehmung des Gleichgewichts findett im Gehirn statt.

  • die Sensoren der Eigenwarnehmung ( Position und Bewegung der einzelnen Gelenke)

Die Sensoren der Eigenwahrnehmung (Propriozeption) liegen in den Muskeln, Gelenken, Sehnen, in der Haut. Beide Gruppen von Sensoren sind an der Bewussten und Unbewussten Motorik des Körpers beteiligt und ihre Wahrnehmung findet im Gehirn statt.

Das Gehirn und der Körper denken gemeinsam und ermöglichen uns die Körperwahrnehmung und das Bewegungsbewusstsein. Der Körper sendet Signale und er hat eine eigene Sprache. Stehen Sie gerade, sitzen Sie aufrecht, lassen Sie die Schulter nicht hängen, machen Sie keinen Buckel sind nur die von Anderen ausgesprochene Imperative die unserem Bewegungsbewusstsein entzogen bleiben.

Wir sollten uns die Zeit nehmen um zu beobachten wie andere Menschen mit ihrer Körperhaltung auf uns wirken, das hilft einzuschätzen, wie wir selbst auf andere Personen wirken. Unbewusste Signale des Körpers veraten, was hinter Worten oft verborgen bleibt. Demonstrieren wir durch die Körperhaltung unser Souveränität und unseren Stärke. 


Das Wort "Bewusstsein" wird auf mannigfache Art und weise verwendet und kann auch bedeuten so viel wie Bei- sich- selbst- sein. Bewusstsein ist ein Sammelbegriff für alles, was vorgestellt und empfunden werden kann.

Ist das Bewusstsein eine grosse Illusion?    

"Wie können Gehirnzellen subjektive Erfahrungen produzieren", fragt sich hier David Chalmers von der University of Tucson, Arizona. Er findet, dies sei wie Magie, wie die Verwandlung von Wasser in Wein. Mit seiner Ratlosigkeit befindet er sich seit langem in guter Gesellschaft den Forscher des Bewusstseins.

Herr. V. B. Mountcastle drückt die Beziehung der bewussten Wahrnehmung zu dem sensorischen System und zum Gehirn so aus:

      „Jeder von uns lebt innerhalb des Universums- des Gefängnisses- seines eigenen Gehirns. Sensorische Reize, die uns erreichen, werden an peripheren Nervenendigungen übertragen und neuralen Repliken davon Gehirnwerts abgesendet. Wir benützen sie, um dynamische und fortwährend auf den aktuellen Stand gebrachte neurale Landkarte von der Äusseren Welt und von unsere Position und Orientierung und von Ereignissen in ihr zu zeichnen.“

www.wikipedia.org/wiki/Motorcortex 

Die Kontrollmechanismus der Willkürmotorik erstreckt sich über viele hierarchische Ebenen des Körpers. 

  • Periphere Ebene, der Körper
  • Spinale Ebene, die Wirbelsäule
  • Hirnstammebene, das Mittelirn
  • Thalamische Ebene, das Mittelhirn
  • Grosshirnebene

Der Nobelpreisträger der Neurophysiologe Sir John C. Eccles schreibt in seinem Buch „Das Ich und sein Gehirn“über willkürliche Bewegungen :

       "Ich habe eine sichere Erfahrung, dass das Ich mit Hilfe von Denken und Wollen meine Aktionen kontrollieren kann. Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung dafür, wie Denken zu Handeln führen kann, aber wenn Denken zu Handeln führt, so bin ich als Neurophysiologe gezwungen zu vermuten dass mein Denken in irgendeiner Weise die operativen Muster der neuronalen Aktivitäten in meinem Gehirn verändert."

Mit dem Begriff "Bewusstsein" meine ich die Prozessen des subjektiven Empfindens, die man nicht weiter definieren, aber auch nicht verleugnen kann. Diese Empfindungen sind:

Der Schmerz, die Wärme- Kälte, der Geschmack von Süssem, der Duft von Rosen, das
Sehen von Farben, das Hören der Musik, aber auch Empfinden von der Liebe, der Angst, des Glücks und noch viel mehr verschiedener Empfindungen die man nich erklären aber fühlen kann. 

Das ist die Innenperspektive  meines Daseins, die mir ermöglicht die Erfahrung eine bestimmte Empfindungs Qualität wahr zu nehmen.
Dann zähle ich auch die subjektiven Vorstellungen dazu. Ich stelle mir vor, dass ich mich leicht wie eine Katze bewegen kann.

Dann kann ich in Gedanken auch auf einen Baum klettern und dabei noch grinsen.

Die Cheshire Cat ist eine Figur aus dem Roman Alice im Wunderland von Lewis Carroll

Mein Vorstellungsbild kann ich nicht explizit, sondern nur implizit definieren, das heisst mich "irgendwie anfühlen". Wo finden alle diese Empfindungen statt, in meinem Kopf oder in meinem Körper? Warum habe Ich die Schokolade nicht gern und wo findet dieser Gefühl statt in meinem Mund oder doch in meinem Gehirn? 

Ich suche die Wirklichkeit meines Daseins und mache mir die Gedankenbilder. In meinem Kopf findet eine Revolution statt. Meine Gefühle haben ihren eigene Vernunft und machen mich zu dem was ich bin. Der Verstand ist, wenn das Gefühl ausfehlt, ein zahnloser Tiger, unfähig, das, was er für richtig  hält, auch durchzuziehen.  

Aber was ist die Wirklichkeit und wo findet sie statt? In meinem Kopf? Nicht nur mein denkender Ich, auch die Aussenwelt, das was ich da draussen empfinde entstehet in meinem Kopf antwortet mir die heutige Wissenschaft.

Wie die ganze Welt in meinem Kopf enstehet, wie bringen die 100 Miliarden Nervenzellen die Welt in meinem Kopf hervor? Die Gehirnforschung eröfnet mir die neue Wege um das alles begreifen zu können. Je mehr ich über das Hirn erfähre umso tiefgrefender ändert sich meine Vorstellung über meinem eigenem Ich. Die herkömmlichen Gegensetze wie Denken- Fühlen, Wahrnehmen- Handeln heben sich auf und ich sehe mein Leben und die Welt mit anderen Augen. Dann weiss ich auch warum ich die Schokolade nicht gern habe. Eine besonndere Nervenverbindung in meinem Gehirn ist der Schuldige daran.

Das Leben ist die Bewegung und die Bewegung bedeutet lebendig zu sein. Physikalisch gesehen ohne die Bewegung gibt es keinen Raum und keinen Zeit, die wichtigsten Dimensionen in denen wir unser Dasein meistern und wahrnehmen können.
Rein physikalisch gesehen ist die Bewegung, die geometrische Erscheinungsform unseres persönlichen  Raumes, und der Bewegungsrhythmus ist unsere Zeitdimension. Schon der Volksmund sagt, jedes Ding hat seine Zeit. Wir haben Problem mit der Wahrnehmung von der Raum- Zeitdimension unseres Daseins weil wir diese Dimensionen ausserhalb des Körpers und unseres Bewusstsein suchen.

Wir sollten es versuchen mit:

  • Wahrnehmung des Körperbaus und seines Raumprinzips durch die  Bewegung.
  • Wahrnehmung des Körperbau und seines Zeitprinzips durch eigenen Bewegungsrhythmus und Dynamik                 
  • Wahnehmung des Körperbau durch den physikalischen Bewegungsprinzip
  • Wahrnehmung des Körpersbau und seines Schmerzes durch die Sinnesempfindungen

Ich komme mit meiner Überlegungen zur Wahrnehmung des Schmerzes zurück.


Der biologische Körper ist kein Zufallsgebilde, sondern unterliegt mathematisch erfassbaren, geometrischen Bewegungsgesetzen (Biokinematik). Entsprechend diesen Gesetzen sind die Bestandteile des Bewegungssystems zusammengesetzt und geformt. Wenn diese Gesetze in meinem Körper nicht mehr befolgt sind, wenn die Bewegungsgeometrie gestört ist, wenn die Wahrnehmung dieses Geschehens ausfällt dann entstehen die Schmerzenempfindungen.

Der Schmerz ist für mich die Barriere zwischen dem Körper und seiner  Wahrnehmungen. Dort wo sich der Schmerz eingenistet hat fühle ich nicht anderes als den Schmerz. Wie könnte ich anders dieses Gefuhl beschreiben als; es brennt, es bohrt, es klopft, es sticht in meinem Körper. 

Ich  nehme den Schmerz des Bewegungssystems als etwas Bedrohliches wahr und empfinde wie jeder andere Mensch, als Begleiterscheinung, die Angst. So stehe ich manchmal mit meinem Körper, meinem Schmerz und meinen Ängste vor dem Patient. Der Patient fühlt die Schmerzen und druckt sie mit seiner Körperhaltung und seinem Gesichtausdruck aus. Seine eingeschränkten Bewegungen sagen mir viel mehr als Tausend Wörter. Dann versuche ich heraus zu finden in welchem Teil des Bewegungssystems die eigentliche Ursache des Schmerzes steckt. Der vom Schmerz geplagte Patient hat Angst sich zu bewegen und der Schmerz breitet sich in seinem Körper aus. Was soll ich, mit meinem medizinischem Wissen und einer Sprache die der Patient schwer versteht, anfangen? Am Anfang der Behandlung versuche ich den Patient von der Angst zu befreien.

"Beschreiben Sie mir den Schmez der Sie empfinden" sage ich gewönlich

"Ich kann es nicht richtig beschreiben, es fühlt sich als etwas Bedrohliches an." sagt der Patient

"Geben Sie diesem Etwas einen Name." versuche ich den Patient motivieren zum nachdenken.

Der Patient beginnt nach zu denken. 

Das Gefühl ist die materialisierte Gedanke, schreibt Dr. Antonio Damasio in seinem Buch "Ich fühle also bin ich" 

Die Tatsache, dass ich über meinem Schmerz nachdenken kann, bringt mich zur Überlegung dass ich, um das Schmerzgefühl richtig wahrnehmen zu können, der Schmerz auch denken kann. Ich wähle dem umgekehreten Weg und verwandle mein Schmerzgefühl in meine Gedanke. 

Die inzwischen legendären Anfangspartie des Prousts Romans "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"  - "Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen" - demonstriert das Versagen des willentlichen oder bewussten Erinnerns und die geheimnisvolle Kraft der "unwillkürlichen Erinnerung" (mémoire involontaire), die in den Tiefen des Vorbewussten gespeichert ist und durch zufällige Sinneswahrnehmungen: einen bestimmten Geschmack, Geruch, eine Tonfolge, eine Farbe, eine Berührung - ausgelöst wird und dadurch auch den Schreibfluss in Gang setzt. 

Proust ist Schrieftsteller, Maler und Klavirspieler zu gleich. Seine Prosa zeichnet nicht nur einen Moment in impressionsitischem Aquarell, seine Sätze sind die Klänge eines Klavirspiels, welches leise und dann wieder leidenschaftlicher begleitet zu einer Melodie in den Gedanken des Lesers aufsteigt.

Wenn ich Prousts Texte lese seine Gedanken verwandeln sich in Bilder und das Gelesene wird zu einem Fest meiner Sinne. Die Schmerzempfindung ist eine "unwillkürliche Erinnerung" die in den Tiefen des Vorbeweusstes gespeichert ist und durch zufällige Bewegungen meines Körpers ausgelöst wird und dadurch den Sinneswahnehmungfluss in Gang setzt. Welche Sinneswahrnehmungen ich bewusst erlebe hängt von meiner Wille ab.


Die Synästhesie breitet sich in mir aus. Überwiegend versteht man darunter die Kopplung zweier physikalisch getrennter Domänen der Wahrnehmung, etwa Farbe und Temperatur ("warmes Grün"), im engeren Sinne die Wahrnehmung von Sinnesreizen eines Sinnesorgans als die eines anderen. Menschen, bei denen derart verknüpfte Wahrnehmungen regelmässig auftreten, werden als Synästhetiker bezeichnet.

Synästhetiker haben also häufig zu einem Sinnesreiz zwei oder mehrere Wahrnehmungen. Sie können beispielsweise Geräusche nicht nur hören, sondern auch Formen und Farben dazu sehen. Das Geräusch bekommt zusätzlich zu den üblichen Eigenschaften diese weiteren Eigenschaften. Das Bild, das dabei entsteht, überlagert sich jedoch nur bei den wenigsten Synästhetikern mit dem Wahrgenommenen, sondern wird vor einem "inneren Auge" sichtbar.                                                      Anne Knorr- kleine "Musik I"
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Dann versuche ich meinem Schmerz die Form, die Farbe und den Geruch zu geben und sehe ihm mit meinem "innere Auge" als einen dunklen Raum der voll eines mir unbekannten Geruch ist. Ich sehe, rieche und plötzlich auch höre meinen Schmerz. Er knarrt in meinem inneren Ohr wie die verrostete Türangel in seinem Spiel mit dem Wind.

Wie entsteht der Schmerz in meinem Körper und wie wird er zur meine Empfindung?

Solange die Bewegungsgeometrie intakt ist, gibt es keinen Schmerz und auch keine Empfindung des Schmerzes. Die Möglichkeiten, diese Geometrie zu stören, sind so vielfältig, wie das Erscheinungsbild der Schmerzen vielfältig ist. So vielfältig die Ursachen auch sein mögen, alle münden in die pathologische Veränderung der Bewegungsgeometrie. Ich denke weiter nach und stelle mir vor, der Schmerz als den Fremden der aus nicht kamm. Der Schmerz ist dann für mich ein unbekannter dunkle Raum in meinem Körper, der Raum voll verborgenen Imperative die ohne meiner Wille mein Leben beeinflussen. Ich will dieser Raum erkunden. Er ist ein verzerreter Raum, ohne Harmonie, etwas wie ein Schwerelossen Raum in dem ich nicht leben kann. Ich kann dieser Empfindung nicht so beschreiben dass sie für den Andern zur gleichen Empfindung wird.

Eigentliche Schmerztherapie ist die Therapie zur Wiederherstellung der Harmonie in der Raumgeometrie des Körpers. Zuerst ist aber wichtig den Schmerz empfinden, wahrnehmen und zur eigene Empfindung machen können.

Marcel Proust hat in seinem Roman diesen Weg auf die poetische Weisse so beschrieben.

Die Madeleine ist ein französisches Kleingebäck, das ursprünglich aus Commercy stammt und von Mme. Madeleine Paulmier zuerst hergestellt wurde. Es handelt sich dabei um ein Sandtörtchen, das die Form zweier umgedreht aufeinander gehefteter Jakobsmuscheln hat.

"Viele Jahre lang hatte von Combray ausser dem, was der Schauplatz und das Drama meines Zubettgehens war, nichts mehr für mich existiert, als meine Mutter an einem Wintertag, an dem ich durchfroren nach Hause kam, mir vorschlug, ich solle entgegen meiner Gewohnheit eine Tasse Tee zu mir nehmen. Ich lehnte erst ab, besann mich aber, ich weiss nicht warum, eines anderen. Sie liess daraufhin eines jener dicklichen, ovalen Sandtörtchen holen, die man 'Petites Madeleines' nennt und die aussehen, als habe man als Form dafür die gefächerte Schale einer Jakobs-Muschel benutzt. Gleich darauf führte ich, ohne mir etwas dabei zu denken, doch bedrückt über den trüben Tag und die Aussicht auf ein trauriges Morgen, einen Löffel Tee mit einem aufgeweichten kleinen Stück Madeleine darin an die Lippen. In der Sekunde nun, da dieser mit den Gebäckkrümeln gemischte Schluck Tee meinen Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Es hatte mir mit einem Schlag, die die Liebe, die Wechselfälle des Lebens gleichgültig werden lassen, seine Katastrophen ungefährlich, seine Kürze imaginär, und es erfüllte mich mit einer köstlichen Essenz; oder vielmehr: diese Essenz war nicht in mir, ich war sie selbst."

Lesend diesen Zeile stelle ich fest das der Schmerz nicht in mir ist, dieser Fremde der aus nicht kam bin ich, ja, ich bin selber der Schmerz geworden. 

"Ich hatte aufgehört, mich mittelmäßig, zufallsbedingt, sterblich zu fühlen. Woher strömte diese mächtige Freude mir zu? Wo konnte ich sie fassen? Ich trinke einen zweiten Schluck und finde nichts anderes darin als im ersten, dann einen dritten, der mir etwas weniger davon schenkt als der vorige. Ich muss aufhören, denn die geheime Kraft des Trankes scheint nachzulassen."

Es ist ganz offenbar, dass die Wahrheit, die ich suche, nicht in dem Schmerz ist, sondern in mir.

"Ich stelle die Tasse ab und nicht meinem Geist zu. Er muss die Wahrheit finden. Doch wie? Eine schwere Ungewissheit tritt ein, so oft der Geist sich von sich selbst überfordert fühlt, wenn er, der Forscher, zugleich das dunkle Land ist, das er erforschen muss und wo sein ganzes Gepäck ihm nichts nützt. Erforschen? Nicht nur das: Erschaffen."

Meine Seele steht vor einem Etwas, vor dem Fremde der aus nicht kam. Die Seele, mein bewusst denkender und fühlender Ich ist noch nicht "der Fremde" geworden, aber nur sie kann den Fremde wirklich werden lassen und erst dann kann ich den Schmerz in meinem Körper  wahrnehmen.

"Und mit einem Mal war die Erinnerung da. Der Geschmack war der jenes kleinen Stücks einer Madeleine, das mir am Sonntagmorgen in Combray (weil ich an diesem Tag vor dem Hochamt nicht aus dem Hause ging), sobald ich ihr in ihrem Zimmer guten Morgen sagte, meine Tante Léonie anbot, nachdem sie es in ihren schwarzen oder Lindenblütentee getaucht hatte."

Der Schmerz ist meine eigene Empfindung, der ist ein Gefühl den ich nicht mit jemendem Teilen kann.  Ich muss mich alleine mit diesem Gefühl auseinander setzen und das was auf dem Grund meines denkendes und fühlendes Ich in Bewegung geraten ist in den Gedankenbild  verwndeln. Der Schmerz sticht und boht und versucht zu mir zu gelangen. Das ist die Botschaft meines Köpers an meinen denkende Ich. Jahrenlang habe ich dieser Botschaft nicht wahrgenohmen, die Jahrenlang habe ich sie ignoriert, die Schmerztableten geschluckt und mich weiter in meiner Unwissenheit verkrampft. 

Was ist die Ursache und was der Auslöser meines Schmezes? 

Die visuelle Erinnerung müht sich in zu grosser Ferne und nur allzu schwach erkennbar ab. Kaum nehme ich einen gestaltlosen Lichtschein wahr, in dem sich der ungreifbare Wirbel der Farben vermischt und verliert. Ich kann noch immer die Form nicht unterscheiden, nicht von ihr als dem einzig möglichen Dolmetscher erbitten, dass sie mir die Aussage ihres Begleiters, ihren unzertrennlichen Gefährten, des Gefühls des Schmerzes übersetzt. Ich kann die Erinnerung auch nicht fragen, um welche Begebenheit, um welches Teil der Vergangenheit es sich handelt.

Ich schliesse meine Augen und stelle mir wieder vor, das der Schmerz den ich empfinde, ein dunkle Fleck in dem Raum der durchsichtige Kugel meines Daseins ist. Dann stelle ich fest das die Kugel meines Dasein nicht durchsichtig ist. Ihre Oberfläche ist vernezt und für meine bewusste Wahrnehmungun durchlässig. Meine Gedanken und auch viele meine Gefühle bleiben in diesem Fangnetz hangen. Ich kann den Ort des Schmerzes nicht finden ohne bewusste Wahrnehmung meines Körpers.  

Ich bin die Gefangene meines eigenes Verstandes, der sich ohne meine Gefühle wie ein Zahnloser Tiger benimmt. Er bestimmt meine Wahrnehmung und begrenzt mein Wissen über mich selbst. Ich eröffne wieder meine Augen und begegne die Aussenwelt. Die Welt da draussen existiert, dass ist zumindest sehr wahrscheinlich. Ich sehe jeden Gegenstand, den Tisch, die Stühle, meinen Garten ganz klar und deutlich, ich rieche den Duft der Rose in meinem Garten, höre die Stimme meines Mannes, fühle den Geschmack des Kaffees welcher ich gerade trinke. Aber jeder Gegestand in der Welt, der Tisch, die Stühle, der Garten, der Duft und der Gescmack werden erst zu einem Tisch, den Stühlen, den Garten, den Duft und den Geschmack sobald meiner fünf Sinne die Roh- Informationen der Aussenwelt in Signale verwandelt haben, die mein Gehirn verarbeiten kann. Erst durch diese Verarbeitung entsteht die Wahrnehmung der Wirklichkeit und so entsteht die Welt in meinem Kopf. Die Welt da draussen ist die Illusion meines Gehirns und Vermittler zur entstehung dieser Illusion sind meiner fünf Sinne. 

Aber ich habe noch einen Sinn, der sechste Sinn, meine Eigenwahrnehmung. Dieser Sinn soll ich trainieren um aus dem Gefängnis meines Verstandes raus zu kommen. Ich sehe, höre, rieche, schmecke nicht mit meinen Augen, meinen Ohren, meiner Nase, meinem Mund sondern mit meinem Gehirn. Ich muss lernen mit meinem Gehirn auch meinen Köper und meine Bewegungen zu sehen, hören und riechen. 

Ich schliesse wieder meine Augen und versuche wieder die durchsichtige Kugel meines Daseins mit meinen inneren Augen zu sehen. Und die ist plözlich da mit ihren Koordinaten, Ebenen und Bewegungsrichtungen. Das Fangnetz für meinen Gedanken ist verschwunden. "Ich fühle also bin ich" sagt Antonio Damasio in seinem Buch und meine Gedanken sind durch meinen sechter Sinn meine Körpergefühle geworden. 

Ich stelle mir vor ich wäre der Leonardos Man im Kreis. Ich bewege mich und mit meinen Bewegungen verwandle ich den Kreis in die Volumen meiner Daseinskugel. Ich bewege mich und versuche zu fühlen wo in meinem Körper die Raumgeometrie gestört ist, ich weiss dass sich genau dort der dunkle Fleck meiner Körperwahrnehmung befindet.

Ich stelle fest dass der dunkle Fleck meiner Wahrnehmung meine Wirbelsäule ist, die ich sehe als ein zweidimensionales Bild eines unbeweglichen Stabes, anstatt sie als einen Regenwurm in der Bewegung in einem dreidimensionalem Raum wahrnehmen zu können. Der Synästetiker kann die Gefühle ineinander verwandeln, denke ich und versuche meine Körperwahrnehmung zu schulen.

"So, wie der Musiker Bilder durch Musik hörbar macht,
so sollte der Maler auch Musik in Bildern sichtbar machen.
Klangbilder als sichtbar gewordene Musik."
H.W. Knorr

Wenn ein Musiker die Bilder durch Musik sichtbar machen kann, dann soll ich versuchen wie ein Maler der die Musik sichtbar macht, meinen Schmerz fur mich auch sichtbar und hörbar machen können.  

Waltraud Busch - (Assoziative Synästhesie)
aus "Klänge der Stille" H.W. Knorr                      

In Gedanken stehe ich auf dem Sandstrand des Meeres. Ich stelle mir meine Wirbelsäule als ein Regenwurm vor, der sich über den Sand meines Rückens bewegt. Das Rauchen des Meeres klingt in meinen Ohren und plözlich rieche ich das Meer. Der dunkle Raum der voll mir unbekanntes Geruchs war, hat sich ins neue Bild verwandelt. Das Blaue des Meeres vermischt sich mit dem Abendrot und der Raum erscheint in Pastelnüancen des Sonnenurtenganges. Die Wirbelsäule sehe ich jezt als einen Fisch und spüre wie in mir die Bewegungen meiner Wirbelsäule lebendig werden. Sie bewegt sich in dem Rhythmus meiner angeborene Spiraldynamik. Ich laufe langsam durch den Sand und empfinde das angenehme Gefühl meines Daseins. Ich stelle fest dass meine Wirbelsäule  beweglich ist und dass sie die Gelenken hat die sich bei jedem Schritt eröffnen und drehen. Mein Kopf schwebt über meinem Nacken und ich habe das Gefühl bei jedem Schritt grösser zu werden. Der Schmerz den ich gespürt habe ist verschwunden, der dunkle Fleck meiner Körperwahrnehmung, der verzerrter Raum, ohne Harmonie ist immer kleiner geworden.

Ich laufe weiter und stelle fest dass in der durchsichtigen Kugel meines Daseins die Bewegungsharmonie wieder hergestellt worden ist. 

Anne Knorr-Kleine - Pastell
(empfundene, assoziative Synästhesie)
(nach "Klänge der Stille")H.W. Knorr, Hörbeispiel

Mehr über empfundene, assoziative Synästhesie können Sie lesen auf:

www.atelier-knorr-kleine.de

Jezt höre ich auch die Sympfonie meiner Bewegungen, der Schmerz hat in meinem Gehirn eine dreidiemnsionale Gestalt bekommen, die für mich greiffbar geworden ist. Ich habe gelernt mit dem Schmerz umzugehen.      

Wenn das Bewegungssystem mit dem Schmerz betroffen ist kommt es zur Reduzierung der Raum- und Bewegungsgeometrie des Körper auf:

  • Peripherer Ebene
  • Spinaler Ebene
  • Hirnstammebene
  • Thalamischer Ebene
  • Grosshirnebene

Seit mehr als 20. Jahren arbeitet die moderne Schmerzforschung an der Entschlüsselung des sog. antinozizeptiven (Schmerzhemmende) Systems; ein System, das auf vielfältige Weise der Aktivität des nozizeptiven (Schmerzmeldende) Systems durch lokale und zentrale Hemmechanismen entgegenarbeitet. Inzwischen steht fest, dass praktisch bei jeder  Verarbeitung und Umschaltebene der Nozizeption (Schmerzwahrnehmung) ein hemmendes System dem schmerzhaftem Reiz gegenübersteht. Die Entdeckung des antagonistischen, antinozizeptiven Systems gibt den Blick frei auf ein aufgabenzentriertes System zur Schadensbekämpfung.    

Ein Kinesitherapeut sollte den Patienten zur Liebe die Therapie auf allen fünf Ebenen beherrschen.

Ich versuche es mit der Ideokinese also mit den Vorstellungsbilder die Thalamische und Grosshirnebene zu beeinflussen um die syästhetische Empfindungen zu Trainieren. Das ist die Empfundene, assoziative Synästhesie.

Sie beschreibt auf Grund gefühlter und erinnerter Erlebnisse die unterschiedlichen Reizwahr-nehmungen. Die erfahrenen Reize werden in Farben, Bildern, Lauten und Klängen direkt zum Ausdruck gebracht. Instinkt, Gefühl und Fantasie sind hierbei die vorrangig gestalterisch anregenden Kräfte. Kenntnisse kognitiver und analytischer Art spielen hierbei eine untergeordnete Rolle. In der synästhetischen Forschung ist das Bemühen vorhanden, die vielfältigen, schöpferischen Kräfte der menschlichen Entwicklung durch Systematik und wissenschaftliche Methode bewusst zu machen und zu fördern. Das ist ein noch nicht ganz erforschtes Feld der Wissenschaft aber um die Kreativität der alltäglichen Bewegungen zu erreichen sollten wir versuchen unsere kreativen Potentiale zu entdecken und sie benützen und weiter fördern.

Ich habe über meinen Überlegungen um die Entstehung und Wahrnehmung der Migräne geschrieben. Wenn Sie interesiert drucken Sie auf die unten stehenden Adressen.

http://auf-der-suche-dinaja.blogspot.com

http://ideokinese.blogspot.com


Ich bin überzeugt dass die rhythmisch- dynamische Koordinationstherapie mit dem neuen GIGER-BEWEGUNGSSYSTEM dem Therapeuten hilft bei seiner Arbeit und dem Patienten erlaubt seinen  ganzen Körper in einem schmerzlosem Zustand aktiv zu bewegen und dabei seine Gedanke frei laufen lassen. Dabei sollte jede Gedanke ein Bild werden die wir mit unseren inneren Augen sehen können. Wenn ich mich auf dem Giger MD Medical Apparat bewege schliesse ich meine Augen und versuche mein Bewegungsbewusstsein zu aktivieren.


Ich denke nach, und jeder Gedanke wird zu einem Bild. Wenn ich auf meine Katze denke sehe ich sie auch, ich sehe auch mein Garten und das Gesicht meiner Freundin. Mein Rücken oder die Tiefe meinen Bein und Armgelenken sehe ich nicht. Die Bewegungen in diesem schmerzlosen Zustand ermöglichen mir den richtigen Raum der Gelenken war zu nehmen. Ich stelle mir vor dass jedes Gelenk eine durchsichtige Kugel ist. 

Die Wahrnehmung des Schultergelenkesraums. Ich stelle mir vor mein Schultergelenk als eine Kugel in der sich mein Arm frei bewegen kann. Dank dem Giger MD Apparat kann ich  meine Arme bewegen ohne ihren Gewicht zu spüren. Meine beide Schulterblätter liegen auf der Liegefläche.

Der Oberarmkopf bewegt sich nur in der Gelenkkugel, er gleitet nach forne, nach hinten, er rotiert nach innen und nach aussen, aber er verläst den Kugelraum nicht.

Wenn sich mein Arm nach oben bewegt und das Ellenbogengelenk sich dabei streckt, der Oberarmkopf gleitet nach unten und nach hinten und rotiert ein wenig nach aussen. Der Raum des Gelenks füllt sich mit der Bewegungsenergie auf und ich fühle wie sich diese Energie durch den ganzen Arm verbreitet. Meine Hände bewegen den Apparatspedalen ohne die Kraftanwendung, die Arme werden gebeugt und gestreckt durch die Bewegung der Ellenbogengelenke. Die Kugeln meiner Armgelenke rollen aus meinen Gedanken heraus in dem Rhythmus meines Atems. 

Ich fühle es, die Bewegung findet wirklich in meinem Kopf statt, nicht in meiner Muskulatur!  Ich kann wenn ich will in meinen Gedanken jeden Gelenk meines Körpers in harmonischen Raum eine Kugel verwandeln und die Bewegungsgeometrie meines Körpers immer wieder herstellen und erhallten.     

 

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www.gigermd.com     


 
   
   
   
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